Donald Trump trifft Papst Franziskus

Nach dem Treffen mit dem Papst traf Trump Vertreter des vatikanischen Staatssekretariats. Franziskus und Trump wüssten beide, dass die USA die führende Weltmacht und der Vatikan eine führende moralische Rolle in der Welt hätten, erklärte John L. Allen Jr, Vatikan-Experte des katholischen Portals "Crux".

Empfang im Vatikan: Die Schweizer Garde steht bereit, als der US-Präsident eintrifft.

Ohne zu zögern, bestätigte Melania Trump dem Papst: "Potica!"

Nun trat sie während eines Besuches im Vatikan mit Kopfbedeckung auf.

US-Präsident Donald Trump ist am Mittwoch im Vatikan zu einem Besuch bei Papst Franziskus eingetroffen.

Das Treffen zwischen U.S. -Präsident Donald Trump und Papst Franziskus dauerte 30 Minuten und diente u.a. einem Austausch aufgrund divergierender Positionen zu Klimawandel und Flüchtlingsfrage.

Als er Trump eine Medaille mit Olivenbäumen als Zeichen des Friedens überreichte, verband der Papst damit die Hoffnung, dass dieser ein "Werkzeug des Friedens" sein werde.

Trump regiert die USA als ein Land, das über Jahrzehnte größten Wert auf christliche Religiosität gelegt hat, dessen lange Linien ausweislich der Daten- und Umfragelage aber klar in Richtung Säkularisation weisen. Das Katholiken-Oberhaupt und der Republikaner versuchten mit dem Treffen auch, ihren Zwist aus dem vergangenen Jahr hinter sich zu lassen. Er twitterte anschließend, das Treffen sei eine einmalige Ehre gewesen. Über Inhalte des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt. "Es ist mein Wunsch, dass sie ein Olivenbaum werden, um Frieden zu schaffen", sagte der Papst.

"Wir können Frieden gebrauchen", antwortete Trump. "Unser grundsätzliches Problem sind die Besatzung und die Siedlungen sowie die Weigerung Israels, den Staat Palästina anzuerkennen, so wie wir Israel anerkennen", sagte Abbas nach einem Treffen mit Trump.

Der Präsident revanchierte sich mit Schriften von Martin Luther King. Als Melania Trump am Mittwoch den Vatikan besuchte, trug sie einen schwarzen Schleier, passend zu einem langärmligen, ebenfalls schwarzen Dolce und Gabbana-Kleid. Präsident und First Lady wurden von einer Wache der Schweizergarde und mit Händedruck durch den Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, begrüßt.

Trump und Papst Franziskus haben sehr unterschiedliche Ansichten, etwa bei den Themen Migration und Umweltschutz.

Vielleicht liegt der Grund für Melania Trumps Gesten des Widerwillens aber nicht in der Bürde ihrer Rolle als Präsidentengattin. Während Franziskus immer wieder mehr Bemühungen um Umwelt- und Klimaschutz anmahnt, hat das Thema unter Trump keine Priorität. Jemand, der Mauern anstelle von Brücken bauen wolle, sei "kein Christ", lautete damals der Vorwurf Franziskus'. Beide lieferten sich während des US-Wahlkampfs einen verbalen Schlagabtausch wegen des von Trump geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Trump nannte diese Äußerungen schändlich und sagte, Franziskus sei von Mexikos Regierung irregeleitet worden. "Er ist ein Erlebnis", sagte der US-Präsident über Franziskus. Trump äußerte sich ähnlich. Andere Präsidenten zeigten ihren Glauben oft leidenschaftlich, bei Trump fehlt das.

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