Es geht um Dutzende Werbe-Millionen: Ermittlungsverfahren gegen Cristiano

Allerdings wird der Kampf um den zwölften Titel der "Königlichen" nun von einem Bericht des spanischen Nachrichtenportals El Confidencial überschattet. Dort heißt es unter Berufung auf "mit dem Fall betraute Quellen", dass die Madrider Staatsanwaltschaft in Kürze Ermittlungen gegen den Fußballstar aufnimmt. Juni muss ein Untersuchungsbericht an die zuständige Ermittlungsbehörde übergeben werden, dann verstreicht die Frist. Bei den Ermittlungen geht es offenbar um Dutzende Millionen an Werbeeinnahmen, die Ronaldo seit seinem Wechsel zu Real Madrid im Jahr 2009 verdient hat. Ein Großteil davon soll über mehrere Steuerparadiese der Welt geleitet geleitet worden sein, darunter Irland und die British Virgin Islands. Das belegen Dokumente der Enthüllungsplattform "Football Leaks".

Bereits im Dezember letzten Jahres wurde bekannt, dass der vierfache Weltfußballer in eine Steueraffäre verwickelt sein soll. Im Fokus: Die "Lex Beckham" - ein mittlerweile wieder abgeschafftes Gesetz, das den Steuersatz für Ausländer in Spanien von 50 Prozent auf 25 Prozent senkte.

Das Gesetz wurde 2010 schnell wieder abgeschafft, Ausländern dabei aber eine "Übergangsfrist" bis 2015 gewährt. Außerdem musste Ronaldo nur jenes Geld versteuern, das er in Spanien verdiente. Einnahmen aus dem Ausland interessierten den spanischen Fiskus damals nicht, auch keine ausländischen Werbeeinahmen.

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