Es wird eng für Trump: Sonderermittler untersucht Russland-Connection

Anfang Mai feuerte Trump den FBI-Chef schliesslich.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte Trump sich der Justiz-Behinderung schuldig gemacht haben. Ein Überblick über die bisherigen Ereignisse. So könne der Ausschuss prüfen, ob der Präsident versucht habe, die FBI-Ermittlungen zu beeinflussen oder behindern.

Unverhoffter Vorruhestand: Der gefeuerte FBI-Direktor James Comey vor seinem Haus in McLean, Virginia. Schließlich hatte Mueller damals bereits als Bundesstaatsanwalt heikle Ermittlungen gegen den panamaischen Diktator Manuel Noriega oder die Aufklärung des Lockerbie-Anschlags verantwortet, und er gab das dramatisch höhere Salär einer Anwaltskanzlei auf, um sich die Hände in Amerikas damaliger Mordkapitale schmutzig zu machen. Das FBI und die amerikanischen Geheimdienste halten es für erwiesen, dass Russland zugunsten von Trump in den Wahlkampf eingriff. Bei einem Drittel der Kontakte habe es sich um Telefonate zwischen Trump-Beratern und dem russischen US-Botschafter Sergej Kisljak gehandelt, darunter Flynn. Eine Mitschuld daran trägt nach Auffassung seiner Gegnerin Hillary Clinton die russische Einflussnahme. Moskau nennt die Vorwürfe unbegründet und spricht von Methoden aus dem Kalten Krieg. Die gilt den USA und ihren Gesetzen, nicht der Person des Präsidenten. Russland dementierte die Berichte als "Fake News". US-Medien berichteten, als Sicherheitsberater habe Flynn Anfang des Jahres einen Plan für einen Angriff auf den Islamischen Staat (IS) gestoppt, der von der Türkei abgelehnt wurde. Zum Verhängnis wurden ihm seine umstrittenen Kontakte zum russischen Botschafter in Washington und eine diesbezügliche Falschaussage. Die Gesprächsnotiz hatte ein Comey-Vertrauter der "New York Times" in Auszügen vorgelesen.

Trump, der am Freitag zu seiner ersten Auslandsreise nach Saudi-Arabien aufbrach, hatte jüngst erst die Einsetzung eines unabhängigen Sonderermittlers zur Russland-Affäre kritisiert.

Justizminister Jeff Sessions an einer Pressekonerenz Anfang März. Er begründete die Entlassung auch mit den Ermittlungen des FBI zu möglichen Verstrickungen seines Teams in russische Wahlkampfinterventionen. Trump soll in dem Gespräch geheime Informationen preisgegeben haben. Das würde auch erklären, warum sich der stellvertretende Justizminister nun gegen ihn wendet.

Tags darauf gab der Präsident ein Interview, in dem er einräumte, "dieses Russland-Ding" habe bei seiner Entscheidung, Comey abzulösen, eine Rolle gespielt. Trump wird am Samstagmorgen in Saudi-Arabien eintreffen, später geht es weiter nach Israel und Rom. Hintergrund sind diesbezügliche Spekulationen, weil sich der Immobilienmilliardär weigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen.

Den aktuellen Reuters-Report wollte das Weiße Haus nicht kommentieren. Er habe "absolut das Recht", dies zu tun, betonte Trump. Sie standen in den vergangen Monaten fast geschlossen hinter Trump. Sollte Trump tatsächlich Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen den ehemaligen Sicherheitsberater Flynn einzustellen, wäre das ein handfester Skandal.

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