Gespanntes Warten auf Trumps Islam-Rede

In seiner mit Spannung erwarteten Rede vor Dutzenden muslimischen Staats- und Regierungschefs will US-Präsident Donald Trump die arabische Welt laut vorab veröffentlichten Redeauszügen zum gemeinsamen Kampf gegen den islamistischen Extremismus aufrufen. In heute vorab veröffentlichten Auszügen hieß es, der Kampf werde "nicht zwischen verschiedenen Religionen, verschiedenen Glaubensgemeinschaften oder verschiedenen Zivilisationen" geführt, sondern sei "ein Kampf zwischen Gut und Böse". Es handele sich vielmehr um einen "Kampf zwischen barbarischen Verbrechern, die Menschenleben auslöschen wollen, und anständigen Leuten aller Religionen, die Menschenleben schützen wollen", heißt es in den Redeauszügen weiter. "Unser Ziel ist eine Koalition von Nationen, die das Ziel teilen, den Extremismus auszumerzen".

Wenn ein Terrorist im Namen Gottes einen unschuldigen Menschen ermorde, sei das als Angriff auf alle Gläubigen zu verstehen. "Die Staaten des Nahen Ostens können nicht darauf warten, dass die Macht Amerikas diesen Feind für sie zermalmt".

Trump wollte die Rede am Sonntagnachmittag in Riad halten. In den zunächst veröffentlichen Auszügen fand sie sich nicht.

Es ist die erste Auslandsreise des US-Präsidenten. Die 35-Jährige sagte vor Vertreterinnen des sunnitischen Königreichs, in den vergangenen Jahren habe es ermutigende Fortschritte in dem Land gegeben. "Es gibt aber noch viel zu tun", betonte Trump, die ihren Vater Donald auf seiner Antrittsreise begleitete. Saudi-Arabien ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen nicht Auto fahren dürfen. Ivanka Trump zeigte sich den Fotografen im Königspalast dagegen mit offenen Haaren. Die USA und Saudi-Arabien hatten bereits gestern in Riad ein Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen.

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