Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel im dritten Training vorn

Nach Hamiltons 55. Grand-Prix-Erfolg haben die beiden Titelfavoriten jetzt jeweils zwei Saisonsiege, nach WM-Punkten führt Vettel mit 104:98 Zählern und geht mit diesem Mini-Polster in den Traditions-Grand-Prix von Monaco in zwei Wochen. Über den Kampf zum Sieg, das ist ihm (und Vettel) das Wertvollste. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 0,381 - 4. Letztlich musste er zugeben: "Lewis hat einfach den besseren Job gemacht".

Trotz der Niederlage in der nächsten Runde des elektrisierenden Formel-1-Zweikampfs mit Lewis Hamilton konnte Sebastian Vettel lachen. Gerade einmal knapp 3,5 Sekunden hatte Vettel im Ziel hinter dem britischen Dreifach-Champions gelegen. Zwar hatte er den Mercedes-Mann beim fünften Saisonrennen noch in der ersten Kurve von Position eins verdrängt, unterlag danach aber in einem Strategiepoker.

Die 740 Meter bis zur ersten Kurve hatten es nach dem Start richtig in sich. Vettel entgegnete: "Ich habe wirklich alles versucht, an der Spitze zu bleiben". Sein Teamkollege und Vorjahressieger Max Verstappen schied nach einer Startkollision mit Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari aus. Bottas touchierte Räikkönen, der auswich und in den Red Bull des Vorjahressiegers Verstappen krachte. Ein Domino-Effekt, allerdings ein ziemlich teurer - denn zum Europaauftakt der Formel 1 waren alle Rennwagen reichlich mit neuen Teilen aufgerüstet worden. Lokalmatador Fernando Alonso überraschte im McLaren-Honda (1,899) mit Platz sieben.

Der Wind, der plötzlich drehte, wurde danach zum Verbündeten von Ferrari. Vettel fuhr wegen diverser Probleme an seinem Wagen nur sieben Runden. "Es ist nicht leicht, da mitzuhalten", klagte Hamilton - die Hinterreifen machten ihm im Kampf der Giganten mal wieder Sorgen. Vettel zog an dem Briten vorbei, dahinter schepperte es gewaltig.

An der Spitze gab es später nur noch das Duell Vettel gegen Hamilton. Mit einem herrlichen Manöver raste der Mercedes-Mann am Ferrari-Star vorbei. "Das sind die zwei besten Fahrer, er und Sebastian", konstatierte Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda.

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