Neue Studie: Hertha BSC plötzlich offen für Olympiastadion-Umbau

Daraufhin hat Hertha BSC das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp), das bereits die Sanierung und Modernisierung des Olympiastadions verantwortet und dadurch hervorragende Stadion-Kenntnisse erlangt hat, beauftragt, die Machbarkeit eines Umbaus zu prüfen. Werner Gegenbauer, Präsident von Hertha BSC, äußerte sich überrascht: "Wir waren ursprünglich davon ausgegangen, dass ein Umbau des Olympiastadions nicht in Betracht kommt". "Unsere Studie hat nun für uns überraschend eine grundsätzliche Machbarkeit bestätigt", sagte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer am Freitag.

Überraschung, Überraschung! In der ewigen Debatte um eine neue Spielstätte für Fußball-Bundesligist Hertha BSC deutet sich eine durchaus spektakuläre Wende an. Der Verein will rund ums Jahr ausgelastete Kapazitäten, also etwa 55.000 Zuschauerplätze. Im Laufe dieses konstruktiven Gespräches wurden seitens des Senats durch Herrn Müller und Herrn Geisel die Möglichkeit eines Umbaus des Olympiastadions im Sinne von Hertha BSC thematisiert. Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), sagte: "Jetzt geht es darum, die Möglichkeiten Berlins und die Ansprüche von Hertha in Einklang zu bringen, damit das Spielerlebnis für alle Berlinerinnen und Berliner noch unmittelbarer und packender zu machen". In einer Pressemitteilung der Senatsinnenverwaltung hieß es zudem, dass die ersten Entwürfe zeigen würden, dass das Olympiastadion auch als Fußballarena "eine einzigartige spektakuläre Spielstätte" sein könne.

Hier wurde auch über einen möglichen Umbau des Olympiastadions in eine reine Fußball-Arena mit steileren Tribünen, nah am Spielfeldrand gesprochen. Die blaue Tartanbahn der Leichtathleten dürfte damit verschwinden. Bisher. Jetzt hat eine neue Machbarkeitsstudie für ein Umdenken beim Hauptstadtklub gesorgt.

Innensenator Andreas Geisel ergänzte: "Das Olympiastadion kann zum Fußballstadion entwickelt werden. Auch wenn noch eine Menge Detailarbeit vor uns liegt, bin ich sehr optimistisch, gute Lösungen zu finden".

Hertha und der Stadionneubau. Das Ergebnis: Ein Neubau auf dem Gelände des Olympiastadions als Wunschlösung oder außerhalb der Stadt in Ludwigsfelde in Brandenburg. Die Baupläne im Olympiapark sind wegen des Denkmalschutzes aber umstritten und gegen den Standort Ludwigsfelde hatten sich heftiger Protest bei den Hertha-Fans formiert.

Wie lässt sich das realisieren?

Die Frage bleibt, wie dies realisiert werden kann, wenn die Tribünen an den Rand des Spielfelds gezogen werden, das eventuell abgesenkt werden müsste. Dann hätte das Stadion aber drei Ränge - mit Plätzen für über 80.000 Zuschauer. Ergebnis: Ein Umbau des Olympiastadions ist tatsächlich möglich.

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