Neuland erforschen: Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin

Neben der Berliner Bewerber waren das die Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, die Leibniz Universität in Hannover, das Karlsruher Instituts für Technologie und die Ruhr-Universität Bochum. Das vom Bund geförderte Deutsche Internet-Institut wird in der Hauptstadt gegründet, wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Dienstag bekanntgab. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute die Entscheidung für den Standort des neuen Instituts bekannt gegeben, das als "Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft" die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen wird. "Ganz im Sinne des digitalen Pioniers Joseph Weizenbaum rücken wir gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt unserer Forschung über die fortschreitende Technisierung der Welt". "Ich gratuliere dem Konsortium aus Berlin und Brandenburg, das sich mit seinem überzeugenden Konzept gegen ein starkes Bewerberfeld durchgesetzt hat". Das neue Institut verschaffe dem Forschungsbereich internationale Sichtbarkeit.

Der interdisziplinäre Ansatz des Berlin-Brandenburger Verbundprojekts schlägt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums wie auch in dessen Forschungsagenda nieder, die unter anderem wirtschafts-, sozial- und politikwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche sowie informatische und gestalterische Ansätze systematisch miteinander verknüpft.

Das erfolgreiche Konsortium besteht aus der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität, der Technischen Universität und der Universität der Künste in Berlin sowie der Universität Potsdam, dem Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme Fokus und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung als Koordinator.

Mit dem zukünftigen "Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft" will das Gewinnerkonsortium die tiefgreifenden Transformationsprozesse im digitalen Wandel und die Veränderungen der Gesellschaft analysieren und künftige Handlungsoptionen skizzieren. Dabei sollten innovative und interdisziplinäre Formen des Forschens und der Vermittlung von Wissen entwickelt und eingesetzt werden. Das Deutsche Internet-Institut nimmt noch in diesem Jahr die Arbeit auf. Mit der Gründung schaffe man einen "neuen Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft", eine Einrichtung, die gleichzeitig "Erkenntnisse an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik" weitergebe.

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