Politik und Verein stellen sich gegen Dynamo-Fans

Laut Polizeiangaben werden bei den Krawallen 21 Ordner und 15 Polizeibeamte verletzt. Im Militäroutfit marschieren hunderte Fans, angeführt von Trommlern und begleitet von der Polizei, Richtung Stadion. Dabei werden gezielt Einsatzkräfte beworfen und verletzt.

Die Anhänger von Dynamo Dresden beim Spiel in Karlsruhe.

Am Stadion angekommen, wurde offenbar ein Ordner überrannt, 19 Kontrolleure mussten anschließend behandelt werden. Der Deutsche Fussball-Bund wird zum Feind einer riesigen Fan-Gruppe.

Nach dem Spiel müssen rund 900 Polizisten die insgesamt 2.000 Dresdner wieder zu ihren Bussen geleiten, die etwas weiter entfernt vom Stadion stehen. Im Vorfeld konnten die Dynamo-Anhänger T-Shirts und Mützen im Militär-Look kaufen.

Stuttgart - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die gewaltsamen Zwischenfälle beim Fußball-Zweitligaspiel Dynamo Dresden gegen Karlsruher SC verurteilt. Strobl hat bereits einen Sicherheitsgipfel angekündigt, bei dem alle Beteiligten an einen Tisch gebracht werden sollen, um nach Lösungen gegen die Gewalt zu suchen.

Während der Zweitliga-Partie ließen Dynamos-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem DFB symbolisch den Krieg. Etliche Dynamo-Fans hätten sich "ganz erheblich daneben benommen", fand Einsatzleiter Fritz Rüffel noch recht zivilisierte Worte für das alles andere als zivilisierte Benehmen der Krieg-Sympathisanten aus Sachsen.

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