Regierung: Umfrage: Deutsche zweifeln Gründe für Entlassung des FBI-Chefs an

Mit der Ernennung trug Vizejustizminister Rod Rosenstein den Sorgen Rechnung, dass nach dem überraschenden Rauswurf von FBI-Chef James Comey durch Trump in der vergangenen Woche die Unabhängigkeit der Ermittlungen gefährdet sein könnte. Trump soll laut Medienberichten Comey gebeten haben, Ermittlungen gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. "Ich hoffe, Sie können das sein lassen", soll Trump gesagt haben. Die Vorwürfe, er habe sich in der Vergangenheit strafbar gemacht, seien "völlig lächerlich", sagte Trump. Tatsächlich forderten auch einige Abgeordnete der Republikaner eine Einsicht in Comeys ominöses Dokument.

Schwere Zeiten für US-Präsident Trump: Die geplante Gesundheitsreform geriet zum Debakel und das verhängte Einreiseverbot wurde sofort wieder ausgesetzt. Dabei geht es um die Frage möglicherweise illegaler Versuche des Eingriffs in die Russland-Ermittlungen durch das Weiße Haus und den Präsidenten selbst.

Der Sonderermittler ist der frühere FBI-Direktor Robert Mueller. Es sei Comeys "sehr schwache Leistung" bei einer Anhörung des Kongresses gewesen, die den stellvertretenden Justizminister Rosenstein veranlasst habe, zu empfehlen, den FBI-Chef rauszuschmeißen. Dieser erklärte sich bereit, den genauen Inhalt des Gesprächs zwischen Trump und dem russischen Aussenminister Lawrow zu veröffentlichen.

US-Präsident Donald Trump telefoniert im Januar im Oval Office mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Das gelte konkret auch für "die Ermittlungen, in die General Flynn involviert ist". "Die Notiz ist ein starker Beweis für eine Behinderung der Justiz", sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal. Comey soll am nächsten Mittwoch vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses aussagen.

"Ich war wegen Russland großem Druck ausgesetzt". Im Jahr 2013 gab er den Chefposten an James Comey ab, der in der vergangenen Woche von Präsident Trump gefeuert worden war.

Unter Trumps Beratern soll eine Atmosphäre der Frustration und Erschöpfung herrschen. Zur gleichen Zeit hatte Präsident Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Niemand wisse, wie es weitergehen solle, zitierte "Politico" einen Präsidialamtsmitarbeiter. Die vielen Informationen aus vertraulichen Sitzungen, die die Mitarbeiter Trumps den Medien zustecken, sind da wohl nur ein Gradmesser für das Chaos im Weissen Haus. Grund sei gewesen, dass er über Trumps Aufforderung "entsetzt" gewesen sei, berichtete der Sender CNN. Demnach könnte Präsidialamtssprecher Sean Spicer seinen Job verlieren. Seit der Veröffentlichung des Sextapes im vergangenen Herbst, als sich Dutzende Republikaner von ihm abwandten, war Trumps Rückhalt in seiner eigenen Partei nicht mehr so brüchig. Das Ende von "Obamacare" war eines von Trumps zentralen Wahlversprechen. Um ein Impeachment-Verfahren auf den Weg zu bringen, dass - siehe Bill Clinton - über zwei Jahre dauern und trotzdem erfolglos bleiben kann, muss das Repräsentantenhaus zustimmen. Dann kommt der Fall in den Senat, wo eine Art Gerichtsverfahren stattfindet. Der unabhängige Senator Angus King spricht von "Impeachment": Amtsenthebung. Der Präsident nutzte am Mittwoch eine Rede vor Kadetten zu einem neuerlichen Angriff auf seine Gegner und die Medien.

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