Russland und Saudi-Arabien begrenzen Ölförderung weiter

Hohes Angebot, volle Lager - um den Ölpreis wieder nach oben zu treiben, wollen die Opec und Russland weniger fördern.

Die von Saudi-Arabien dominierte Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Ölproduzenten unter Führung Russland hatten Ende vergangenen Jahres vereinbart, im ersten Halbjahr 2017 die Förderung um fast 1,8 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren. Das machten der saudische Ölminister Khalid Al-Falih und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking deutlich. Die angestrebte Höhe der Ölreserven sei bis Ende Juni nicht mehr zu erreichen.

Diese Äußerungen lassen die Ölpreise am Montag deutlich um etwa einen Dollar steigen. Die eventuelle Verlängerung soll dann beim Ministertreffen des Überwachungsausschusses am 24. Mai und beim Treffen der OPEC-Länder und Nicht-Mitglieder am 25. Mai erörtert werden.

"Saudi-Arabien und Russland arbeiten offenbar eng zusammen". Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg zuletzt um 74 Cent oder 1,46 Prozent auf 51,58 US-Dollar. Die Vereinbarung ist auf sechs Monate begrenzt und trat Anfang des Jahres in Kraft.

Ähnlich sieht die Bewegung beim Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juni aus. Nach Einschätzung von Experten wird die Kürzung weitgehend umgesetzt. Verbraucher mussten mehr an der Tankstelle oder fürs Heizen bezahlen. Dieser legte um 71 Cent oder 1,48 Prozent auf 48,55 Dollar zu.

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