Staatsoberhaupt: Macron kommt zu Antrittsbesuch nach Berlin

Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron nach seiner Amtseinführung in Paris. Der 39-Jährige löste in einer feierlichen Zeremonie seinen Vorgänger François Hollande ab.

Macron will Insidern zufolge am Montag einen Ministerpräsidenten ernennen. Seine Ideen zur Reform der Europäischen Währungsunion stoßen in Teilen der deutschen Politik aber auf Kritik. Der sozialliberale Macron hatte eine Woche zuvor die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gegen die Rechtspopulistin und EU-Gegnerin Marine Le Pen gewonnen.

Der Tradition gemäß empfing der bisherige Staatschef Hollande seinen Nachfolger am Sonntag zu einem vertraulichen Gespräch im Élyséepalast, bevor er die Pariser Machtzentrale verließ. Anschließend wurde Macron offiziell ins Amt eingeführt. Zwei Tage vor dem Antrittsbesuch Macrons in Berlin sagte Merkel am Samstag bei einer CDU-Kundgebung in Aachen, Macron habe sich im Wahlkampf leidenschaftlich für Europa eingesetzt.

Die Benennung des neuen Regierungschefs gilt als richtungsweisend für den Wahlkampf vor den Parlamentswahlen im Juni. Er wird damit auch Oberbefehlshaber der französischen Armee und erhält das Kommando über die Atombomben des Landes. Auch mit einem gemeinsamen Eurozonen-Haushalt und einem europäischen Finanzminister könnten sie sich anfreunden. Auch Eurobonds, also gemeinsame Anleihen, lehnte er strikt ab.

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