Trump ruft zu Kampf gegen Terror auf

US-Präsident Donald Trump hat am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien Staatsführer der arabischen Welt getroffen. Er sagte, der Iran sei seit der Revolution von 1979 die Speerspitze des globalen Terrorismus.

Trump befindet sich aktuell auf seiner ersten Auslandsreise und sollte am Montag zu Gesprächen in Israel eintreffen. "Dies ist eine Schlacht zwischen Gut und Böse". Bei dem vor einem Jahr vorgestellten Projekt stehen unter anderem der Ausbau Erneuerbarer Energien, die Modernisierung der Industrieproduktion und Investitionen im IT-Bereich im Mittelpunkt. Vielleicht, mutmaßten US-Analysten in ersten Stellungnahmen, war Trumps Angang einigen der reserviert dreinschauenden Zuhörer zu direkt. Vor allem seit Trump sensible Geheimdienst-Informationen Israels über die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien ohne Erlaubnis an die russische Regierung weitergab. Saudi-Arabien zufolge nehmen an dem Gipfeltreffen Vertreter von mehr als 50 islamischen Staaten teil. Kampfflugzeuge donnerten zur Begrüßung über die Köpfe hinweg.

Donald Trump spricht im König-Abdulaziz-Kongresszentrum in Riad. Die Saudis wollen binnen zehn Jahren 380 Milliarden Dollar investieren. Beide Länder habne sich auf ein Waffengeschäft mit einem Volumen über 110 Milliarden Dollar geeinigt. Trump hingegen hat sich mehrfach kritisch zur iranischen Führung geäußert. Nun will er die arabischen Staaten offenbar als Partner gewinnen.

Trump versprach, dass die USA nicht versuchen würden, irgendjemandem ihre Art des Lebens aufzudrängen. Auch dürften sie nicht länger Waffen an "gefährliche Terroristen" verkaufen, hieß es mit Blick auf ein Waffendeal zwischen Washington und Riad.

Auch wurden dort Zweifel laut, ob eine von Trump gelobte Errungenschaft am Ende ihren Zweck erfüllen wird.

Nach Einschätzung der "New York Times" haben Trump und sein Team klargemacht, dass sie bereit seien, Unterdrückung in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten öffentlich zu übersehen, solange diese Staaten Verbündete seien - auf Gebieten, die für Trump besonders zählten wie Sicherheit und Wirtschaft.

Abgeschirmt von Sicherheitskräften und seinem Stab blieben Trump Presse-Nachfragen zu der immer prekärer werdenden FBI-Russland-Affäre daheim erspart. Zugleich will er nach US-Medienberichten die Führer arabischer Staaten aufrufen, sich dem Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen sowie dem Einfluss des Irans in der Region entgegenzutreten.

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