Trump will Comey nicht zu Ende von Flynn-Untersuchung gedrängt haben

Die Russland-Ermittlungen des FBI sind für eine Mehrheit der Deutschen der wichtigste Grund für die Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch US-Präsident Donald Trump.

Die Zeitung beruft sich auf ein Memo, das Comey zu einem Treffen mit Trump verfasst habe.

Zu sehen ist das Weiße Haus, oder besser gesagt nur noch der linke Teil der Frontansicht - der Rest, so scheint es, wird nach und nach vom Kreml eingenommen. So gelassen seine erste Reaktion klang, gestern war er wieder der Alte. In diesem Amt hat er sich parteiübergreifend großen Respekt erworben. Trump muss dem Volk daheim beweisen, dass er auf internationalem Parkett der Nation keine Schande macht. Der US-Präsident hätte unmittelbar versucht, auf das Justizministerium und laufende Bundesermittlungen Einfluss zu nehmen.

Der Präsident weist Vorwürfe eines unlauteren Verhaltens zurück, doch ist seine Glaubwürdigkeit sehr gesunken. Nach einer Kaskade von Enthüllungen, die Präsident Trump in den Dunstkreis der verbotenen Beeinflussung der Justiz rücken, schwenkte das Pendel in die andere Richtung. "Der ist jetzt weg", zitierte am Freitag die "New York Times" aus einem angeblichen internen Protokoll des Treffens im Weißen Haus, das am Tag nach Comeys Entlassung stattfand.

Und nichts soll ihn auf die Idee bringen, nach dem halbwegs überstandenen Gerangel über die Finanzbeiträge der einzelnen Mitgliedsstaaten, neue Forderungen aufzustellen. Einer solchen Vorladung müssten aber auch ausreichend viele Republikaner zustimmen.

Insgesamt hätten die russischen Vertreter in den Konversationen während des Wahlkampfs eine pragmatische und geschäftsmäßige Herangehensweise verfolgt, sagten die Insider. Eine gründliche Ermittlung werde nur bestätigen, was man bereits wisse, nämlich, dass es keine Geheimkooperation zwischen seiner Kampagne und dem Ausland gegeben habe, ließ Trump erklären.

Washington. Zu den oft heldenhaft klingenden Geschichten über Robert Mueller III, die Donald Trump Magendrücken verursachen könnten, gehört eine Szene, die sich vor 13 Jahren an einem prominenten Krankenbett in Washington abspielte. Trump hat das immer zurückgewiesen. Er hat auch das Recht, Angelegenheiten zu berücksichtigen, die im Zuge der FBI-Untersuchung aufkamen.

Trump hatte Comey vor etwas mehr als einer Woche entlassen.

Trump selbst hatte Comeys Rauswurf mit unterschiedlichen Argumenten begründet. Später sagte er in einem Interview, er habe dabei "dieses Russland-Ding" mit im Kopf gehabt.

Mueller und Comey haben das gleiche Verständnis von Loyalität. Dieser habe ihn aber nur seine Aufrichtigkeit versichert.

Trumps Sprecher Sean Spicer wies die Darstellung nicht direkt zurück. Comey sei total "verrückt", ein "echter Spinner".

Zahlreiche Medien zogen nach den jüngsten Veröffentlichungen vom Dienstag neuerlich einen Vergleich zur Watergate-Affäre, die 1974 zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon geführt hatte. Das Weiße Haus wollte sich nicht dazu äußern. Zu Beginn seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident wird er am Samstagmorgen in der saudischen Hauptstadt Riad erwartet.

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