Viele Tote bei Konzert in Manchester

56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt. Am Mittag wurde im Süden Manchesters ein 23 Jahre alter Mann festgenommen.

Die Explosion bei dem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande sei ein "barbarischer Angriff, der absichtlich abzielt auf einige er Verwundbarsten in unserer Gesellschaft - junge Menschen und Kinder bei einem Popkonzert", sagte Rudd.

Der Polizeisprecher in Manchester, Hopkins, sagte, es seien auch Kinder und Jugendliche unter den Opfern.

Bei einer Explosion am Rande eines Popkonzerts in Manchester hat es mindestens 23 Tote gegeben.

Das Terrornetzwerk "Islamische Staat" reklamierte den Anschlag für sich. Einer seiner Kämpfer habe den Anschlag in Manchester verübt. Die britische Regierung will am Vormittag zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Offen war aber, ob er Helfer hatte und Teil eines Netzwerks war.

Der Terroralarm bleibt derweilen auf der höchsten Stufe. Neben der Conservative Party von Premierministerin Theresa May und der oppositionellen Labour Party haben auch die Liberal Democrats und die Scottish National Party angekündigt, ihren Wahlkampf für die Parlamentswahl am 8. Juni nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auszusetzen.

Die Explosion hatte sich am späten Montagabend im Foyer der Manchester Arena ereignet, einer Konzerthalle, die bis zu 21 000 Besuchern Platz bietet. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit. Augenzeugen aus dem Eingangsbereich der Halle berichteten aber bald schon, sie seien vom Druck der Explosion umgeworfen und gegen Wände geschleudert worden. Seit jenem Anschlag hat man viele Sicherheitsvorkehrungen im Land, gerade auch für öffentliche Veranstaltungen, verstärkt.

Bei dem Selbstmordanschlag unmittelbar nach dem Grande-Konzert waren im englischen Manchester 22 Menschen getötet worden, unter ihnen auch Kinder. Dann findet die ausgelassene Stimmung ein schlimmes Ende für die Konzertbesucher - eine Explosion. Der Sender BBC berichtete, Experten zur Terrorbekämpfung hätten bereits Kontakt mit dem Innenministerium in London aufgenommen. "Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", sagt der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News. Dort wären auch Metallteile und Splitter gelegen. Auf Bildern waren Konzertbesucher mit Beinverletzungen zu sehen. Menschen schreien in Panik, drängen in Richtung Ausgang und in die dunkle Nacht. "Mir fehlen die Worte", twittert Grande nach dem Anschlag. "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid".

Kollegen wie Justin Timberlake und Christina Aguilera zeigten sich entsetzt. "Unsere Gedanken und Gebete gehen an alle Betroffenen", heißt es auf Twitter. Damit war es der tödlichste Anschlag in Großbritannien seit dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn mit 52 Toten im Jahr 2005. Die Menschen stehen Schlange, um Blut für die Verletzten zu spenden. Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldete, dass sich bislang niemand zu dem Anschlag bekannt habe. Die Ermittler behandelten den Vorfall zunächst als Terroranschlag. Im März ist ein Mann am Parlamentsgebäude in London in eine Menschengruppe gerast und hat anschließend einen Polizisten erstochen. May zufolge befinden sich viele Verletzte in einem lebensgefährlichen Zustand.

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