Viele Tote bei mutmaßlichem IS-Bombenanschlag in Bagdad

Bagdad - Bei einem Autobombenanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind wenige Tage nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan mehrere Menschen getötet worden.

Die Autobombe explodierte dem Al-Arabija-Bericht zufolge in der Nacht zum Dienstag im belebten Einkaufsviertel Karada. Dabei starben mindestens 13 Menschen, die Terrormiliz IS reklamierte die Tat für sich. Der Sprengsatz sei in einem geparkten Auto deponiert gewesen und wohl aus der Entfernung gezündet worden.

Seit Monaten verübt die sunnitische Terrorgruppe "ISIS" in der irakischen Hauptstadt blutige Anschläge auf Schiiten.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich. Bei der Explosion einer Bombe in einem Lkw waren im vergangenen Jahr während des Ramadans Hunderte Menschen getötet worden. Sicherheitskräfte hätten den Anschlagsort und umliegende Straßen abgeriegelt.

Fotos und Videoaufnahmen auf der Internetseite des TV-Senders Al-Arabija zeigten brennende Gebäude, zerfetztes Restaurantmobiliar und mit Trümmern übersäte Strassen. Einige Verletzte lagen auf der Straße, andere stützten sich verletzt auf den Bänken vor der Eisdiele ab. Der Bombenanschlag ereignete sich auf einem bei jungen Menschen und Familien beliebten Markt. Auch dieser Anschlag galt Schiiten. Im vergangenen Jahr hatte der IS mit einer Terrorserie in mehreren Ländern für Schrecken gesorgt.

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