An der Art Basel gehts politisch zu und her

In der Schweiz beginnt heute die renommierte Kunstmesse Art Basel. Nach Angaben von Kurator Gianni Jetzer finden sich dieses Jahr mehr politische Arbeiten als je zuvor. Die Händler aus 30 Ländern bieten in Basel Kunstwerke von mehr als 4000 Künstlern an: Arbeiten des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwartskunst. "Künstler sehen die Welt durch eine andere Linse, sie können Themen direkter aufgreifen als viele andere".

Der Kunstmarkt war seit einem Allzeithoch 2014 deutlich geschrumpft (minus 17 Prozent).

Gemäss dem ersten Verkaufs-Report der Kunstmesse wurden am Dienstag mindestens zehn Werke für eine Million US-Dollar oder mehr verkauft.

Ansonsten präsentieren viele Galerien sichere Werte: Hochkarätiges wie Miró und Picasso, Zeitgenössisches wie Kippenberger und Tillmans, und Angesagtes wie Jean-Michel Basquiat und Daniel Knorr. Für rund 15 Millionen US-Dollar (rund 13,4 Millionen Euro) verkaufte sie am Dienstag das 1970 entstandene Gemälde "Scared Stiff" des amerikanischen Künstlers Philip Guston (1913-1980). Knorr ist aktuell auf der documenta in Kassel und in Athen vertreten.

Für das breite Publikum öffnet die 48. Art Basel nach dem zweiten Preview-Tag am Donnerstag ihre Tore.

Ein Spassprojekt präsentiert der Schweizer Urs Fischer: er hat das berühmte Denkmal "Der Kuss" von Rodin mit Knete nachgebildet, lebensgross, und fordert Besucher auf, selbst Hand anzulegen und das Werk zu verändern.

"Wofür wird Kunst benutzt?" fragt der Esslinger Bildhauer Tobias Rehberger. "Um das Gehirn zu erweitern, um festgefahrene Gewohnheiten umzustoßen, als Hilfe, um um die Ecke denken zu können - und zum Angeben", sagt er.

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