Arabische Staaten verhängen Sanktionen gegen Katar

Die USA wollen in der Krise zwischen mehreren arabischen Staaten und Katar vermitteln. Er wird heute zu Beratungen mit Bundesaußenminister Gabriel in Wolfenbüttel erwartet.

Die Bundesregierung hält die harten Maßnahmen nicht für zielführend. Zugleich warf Anwar Gargasch dem Nachbarland Katar vor, "der Haupt-Champion des Extremismus und Terrorismus in der Region" zu sein. Deutschland biete an, seinen Beitrag dazu zu leisten, wo immer dies möglich sei. Dafür müsse die Koalition gegen den IS, zu der auch Katar gehört, zusammenstehen. "Wir werden Katar weiterhin jede Art der Unterstützung geben", sagte Erdogan bei einer Ansprache zum Fastenbrechen in Istanbul.

Mit dem Schritt verschärften sie ihre Strafmaßnahmen gegen Katar. Erste Gespräche von Sheik Sabah al-Ahmad al-Sabah mit Saudi-Arabiens König brachten jedoch keine Fortschritte.

Im Streit mit Qatar erhöhen vier arabische Staaten den Druck.

Zugleich sicherte er Doha weitere Hilfe zu. "Wir rufen Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten dazu auf, die Blockade Katars zu lösen", sagte Tillerson am Freitag in Washington. Begründet wurde dies unter anderem mit Verbindungen Dohas zu "Terrororganisationen".

Im Konflikt um Katar ist das Golf-Emirat bereit zu Verhandlungen mit seinen Widersachern.

Der US-Sender CNN berichtete derweil unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter, russische Hacker hätten eine "Fake News"-Geschichte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Katars platziert, die Saudi-Arabien und andere Staaten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar veranlasst habe".

Laut CNN gab die Regierung Katars an, dass der Medienbericht vom 23. Mai falsche Informationen hinsichtlich der katarischen Führung beinhaltete, die dem Iran und Israel gegenüber freundlich schienen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Scheich Mohammed Al-Thani sollen nach Angaben des Auswärtigen Amtes aktuelle regionale und internationale Fragen sowie die bilateralen Beziehungen stehen. Moskau wies die Vorwürfe zurück.

Die Krise um Katar könnte weitreichende Folgen im gesamten Nahen Osten haben und sich auch auf westliche Interessen auswirken. Er gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen den IS.

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