Bericht: G20-Sicherheitsleute dürfen in Deutschland Waffen tragen

Neun Länder haben offenbar Anträge hinsichtlich einer Bewaffnung ihres Sicherheitspersonals gestellt. Bis jetzt sollen neun solcher Anfragen, unter anderem von den USA, Großbritannien, Mexiko, Südafrika, Vietnam und den Niederlande, beim BVA eingegangen sein. Ärger gibt es derweil um die Bodyguards des türkischen Präsidenten Erdogan.

Zahlreiche Sicherheitsleute internationaler Gipfelteilnehmer dürfen beim G20-Gipfel in Hamburg Waffen tragen. Insgesamt werden 41 Delegationen von Staatschefs und internationalen Organisationen zu dem zweitägigen Gipfel erwartet. Bisher wurde demnach kein eingehender Antrag eines G20-Teilnehmer-Staates abgelehnt.

Weitere Anträge auf Genehmigungen für die Einfuhr und das Tragen von Waffen während des Gipfels dürften in den kommenden zwei Wochen noch beim Verwaltungsamt eingehen, etwa auch vonseiten der türkischen und der russischen Delegation, heißt es in dem Bericht. Nach den Ausschreitungen von Erdogan-Personenschützern gegen Demonstranten in Washington wolle die Bundesregierung ähnliche Gewaltszenen beim G20-Gipfel verhindern.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung einige Sicherheitskräfte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht in Deutschland haben will. Hamburgs Polizeipräsident hatte sich im "Spiegel" dahingehend geäußert und gesagt: "Die Polizei ist vor Ort und würde in Gewaltsituationen sofort einschreiten". Darunter seien mehrere Sicherheitskräfte, gegen die US-Behörden Haftbefehle erlassen haben. Das Auswärtige Amt machte der Türkei dem Zeitungsbericht zufolge deutlich, dass diese nicht nach Deutschland kommen sollten. Er betonte zudem, dass das Sicherheitspersonal ausländischer Personen keine polizeilichen Befugnisse habe. Die Stadt drohe zu einem "Tummelplatz" zu werden, auf dem sich Erdogan- und Trump-Gegner, kurdische Gruppierungen sowie Links- und Rechtsextremisten Straßenschlachten liefern könnten, sagte ein Verfassungsschützer der Zeitung. Das schließt auch ausländische Sicherheitskräfte ausdrücklich mit ein.

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