Bericht: Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Berlin. Rentenkasse mit Milliarden im Minus - ein Grund zur Sorge?

Die Gesetzliche Rentenversicherung zahlte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro mehr aus als eingenommen wurde. Die Rentenversicherung beteuert: Die Lage ist gar nicht so schlecht.

Nach Schätzungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beliefen sich allein die Ausgaben für die Mütterrente in 2015 auf 6,8 Milliarden Euro, in 2016 auf 7,1 Milliarden Euro.

Die "Ruhr Nachrichten" hatten zuvor unter Berufung auf die Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018 darüber berichtet. Hingegen waren die Kosten für die Rente mit 63 mit 480 Millionen im Jahr 2015 und 820 Millionen im Jahr 2016 vergleichsweise gering.

Das Minus fiel gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus. 2014 hatte die GRV dem Blatt zufolge noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 sei sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen gerutscht.

Der abermals gestiegene Verlust im vergangenen Jahr mache indes keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich, heißt es dem Bericht zufolge in dem Regierungsentwurf des Bundesfinanzministeriums. Er könne bis 2021 stabil bleiben, so die Rentenversicherung. Diese lagen Ende vergangenen Jahres bei 32,4 Milliarden Euro. Zuletzt war dieser Anfang 2015 um 0,2 Prozentpunkte gesenkt worden.

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