Deutschland: BSI meldet Cyber-Attacken auf hohe Beamte

Attackiert würden Yahoo- und Gmail-Konten.

Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen vor professionellen Cyber-Attacken auf Spitzenpersonal in Wirtschaft und Verwaltung.

Die Angreifer geben nach Angaben des BSI vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben. Sie hätten E-Mails mit einem Link auf eine Webseite erhalten, auf der sie aufgefordert worden seien, ihr Passwort anzugeben. In den Regierungsnetzen habe das BSI bereits einen Angriff der aktuellen Kampagne abgewehrt. Die verwendete Infrastruktur soll der ähneln, die im französischen Wahlkampf gegen die Kampagne des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dessen En-Marche-Bewegung eingesetzt wurde. Die Regierung in Moskau hat entsprechende Vorwürfen zurückgewiesen. "Private E-Mail-Postfächer allerdings sind außerhalb der Zuständigkeit des BSI". Auch Parteien und Organisationen hätten nur begrenzten Einfluss darauf.

BSI-Chef Schönbohm mahnt deshalb: "Dies macht private Postfächer für die Angreifer zu einem attraktiven Ziel. Dies ist wichtiger Teil des digitalen Persönlichkeitsschutzes".

Der Bundesverfassungsschutz hatte erst kürzlich angesichts massiver russischer Cyberattacken erneut vor der Gefahr gewarnt, dass deutsche Politiker mit den dabei erbeuteten Informationen im Bundestagswahlkampf unter Druck gesetzt werden könnten. "Informationen, die bei Cyberattacken abfließen, könnten im Wahlkampf auftauchen, um deutsche Politiker zu diskreditieren", sagte Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen im Dezember.

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