Entschädigung für Kopftuch-Lehrerin

Berlin. Die muslimische Lehrerin sei wegen ihres Kopftuchs abgelehnt worden. Das Land Berlin muss ihr nun zwei Monatsgehälter zahlen. Wie das Arbeitsgericht Berlin mitteilte, schlossen beide Parteien den Rechtsstreit mit einem Vergleich. In einem zweiten Fall soll es eine weitere mündliche Verhandlung geben. Beide Frauen hatten sich als Quereinsteigerinnen für die Fächer Mathematik und Informatik an einem Gymnasium beworben.

Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet es allen Lehrern in staatlichen Schulen sowie Polizisten und Justizbeamten, religiöse und weltanschauliche Symbole öffentlich sichtbar zu tragen. Dies sei mit dem Berliner Neutralitätsgesetz begründet worden.

Bereits Anfang Februar hatte das Arbeitsgericht einer abgelehnten muslimischen Lehrerin mit Kopftuch eine Entschädigung von 8680 Euro zugesprochen, weil sie benachteiligt worden sei. Das Gericht hatte jedoch betont, es handele sich um eine Einzelfallentscheidung.

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