Erdogan sagt Katar weitere Unterstützung zu

US-Präsident Donald Trump sendete in den vergangenen Tagen widersprüchliche Signale an die Konfliktparteien.

Katar widersprach. In einem Statement der Regierung hieß es am Freitag: "Wir haben keine terroristischen Gruppen unterstützt und werden das auch nicht tun".

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain begrüßten die Aussage Trumps, der Katar vorwarf, ein langjähriger Unterstützer von Terrorismus zu sein. Die diplomatischen Beziehung wurde abgebrochen, der Flugverkehr eingestellt und Katars einzige Landgrenze von Saudi-Arabien geschlossen.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag überraschend die diplomatischen Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt.

Tillerson vertrat damit eine gegensätzliche Position zu der des Pentagon.

Deutlich gemässigter hatte sich kurz zuvor US-Aussenminister Rex Tillerson geäussert, als er Saudi-Arabien und andere arabische Staaten aufforderte, die Isolation Katars zu beenden.

Ein ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses spielte die Differenzen herunter. Man spreche weiter mit allen Partnern. Die größte Herausforderung sei der Kampf gegen den Terrorismus - deshalb bräuchten die arabischen Staaten Einigkeit, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Gespräch mit seinem katarischen Amtskollegen Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Samstag in Moskau. Doch behindere die "sich entwickelnde Lage" in Katar die Planung "längerfristiger Militäroperationen", schrieb Davis im Kurzbotschaftendienst Twitter. Sein Land kämpfe seit Jahren gemeinsam mit den USA gegen Extremismus. Der Emir von Katar habe "Fortschritte" dabei gemacht, die finanzielle Unterstützung und Beherbergung von Terroristen zu unterbinden. "Wir appellieren an die US-Regierung, sich auf ihre eigenen Quellen zu verlassen und nicht auf Länder mit einer politischen Agenda", fügte er hinzu. Wenig später vollzog er jedoch eine Kurskorrektur und schaltete sich als Vermittler in den Konflikt ein. Man unterhalte Kontakte zu allen Seiten, sagte Lawrow nach Agenturberichten. Am Freitag sagte er wiederum, er habe entschieden, dass es an der Zeit sei, Katar zu sagen, dass es mit der Terrorfinanzierung aufhören müsse.

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