Hurricane Festival betroffen: Bahn stellt Verkehr wegen Unwetters ein

Dem Wetterdienst zufolge bewegte sich auf Magdeburg ein extremes Unwetter zu mit Orkanböen von bis zu 150 Stundenkilometern zu, dazu Hagel von vier Zentimetern Durchmesser und heftiger Starkregen. Laut Deutschem Wetterdienst war es der bislang heißeste Tag des Jahres.

Enorme Verwüstungen registrierte die Feuerwehr beispielsweise im Kreis Harburg südlich von Hamburg. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich sagte, es habe sich um einen schwachen und nur kurzlebigen Wirbel von wenigen Minuten mit wenig "Bodenkontakt" gehandelt. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben, sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt. In zahlreichen Gemeinden und Städten liefen Keller voll, Bäume knickten um und Dächer wurden abgedeckt. "Die Spuren sprechen ein deutliches Bild hier". Die Helfer seien zu 250 Einsätzen ausgerückt.

Auch für viele Bahnreisende ging in den betroffenen Gebieten nichts mehr. Während der Fernverkehr von Hamburg und Hannover nach Berlin am Abend zunächst wieder aufgenommen wurde, blieben die Strecken von Hannover und Bremen nach Hamburg voraussichtlich bis zum Freitagmorgen gesperrt. "Damit wir eine problemlose An- und Abreise ermöglichen können, möchten wir alle Besucher, die ihre Anreise noch nicht angetreten haben, inständig darum bitten, auf eine Anreise am Freitag auszuweichen", schrieb der Veranstalter am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Am Abend tobte das Unwetter besonders in Niedersachsen. Die Strecken Hamburg-Berlin, Hamburg-Hannover, Bremen-Hannover und Hannover-Wolfsburg-Berlin wurden unterbrochen. Betroffen war der Abschnitt zwischen Evendorf und Bispingen.

Und auch auf Autobahnen gab es Probleme: Auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgestürzte Bäume. Zwischen Rade und Hollenstedt fiel ein Baum auf den Standstreifen. In Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel stellte die Bahn Züge mit Schlafwagen bereit, damit gestrandete Fahrgäste die Nacht dort verbringen konnten. Das regionale Bahnunternehmen Metronom teilte mit, durch das starke Unwetter und dadurch umgestürzte Bäume seien Strecken kaum oder nur mit großen Einschränkungen zu befahren. Erst in den frühen Morgenstunden werde das Unwetter voraussichtlich abklingen.

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