Mossul: Islamischer Staat tötet 163 Zivilisten bei Flucht - Uno-Bericht

Nach jahrelanger Vorbereitung starteten die irakischen Soldaten zusammen mit schiitischen Milizen und kurdischen Peschmerga-Kämpfern sowie mit Unterstützung der US-Luftwaffe im Oktober eine Offensive zur Rückeroberung von Mossul.

Wenige Stunden zuvor waren bei einem Luftangriff auf Al-Rakka nach Angaben von Aktivisten mindestens 21 Zivilisten getötet worden. Die irakischen Streitkräfte waren zuletzt weiter in der Großstadt vorgerückt.

Beim Versuch, aus der umkämpften Stadt zu fliehen, seien Anfang Juni 163 Männer, Frauen und Kinder vo Anhängern des IS getötet worden, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, in Genf: "Die Brutalität des IS und anderer Terroristen kennt offensichtliche keine Grenzen".

Die Kämpfe gestalteten sich aber schwierig, weil die Straßen zwischen den Gebäuden sehr eng seien, hieß es weiter. Auch der Kampf um die letzte IS-Hochburg im Irak tobt mit unverminderter Härte.

Der IS hat sich einmal mehr von seiner grausamsten Seite gezeigt: Die Miliz hat nach UN-Angaben im Irak 163 Menschen auf der Flucht hingerichtet. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) rechnet damit, dass weitere Zehntausende Menschen aus dem Westteil der Stadt flüchten werden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe versucht, die Zivilisten an der Flucht aus ihrer Hochburg im Irak zu hindern. Nach UN-Schätzungen sind in dem eng bebauten Gebiet noch rund 400.000 Zivilisten eingeschlossen.

Schwere Gefechte gibt es auch in der irakischen IS-Hochburg Mossul. Große Teile der einstigen Millionenstadt im Nordirak sind durch die Offensive gegen den IS zerstört worden.

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