ROUNDUP 2: Hochhaus in Wuppertal wird wegen Londoner Inferno geräumt

Ordnungsamt und Feuerwehr hätten die Evakuierung am Dienstagabend vorgenommen, weil die Sicherheitslage in dem Gebäude nach dem verheerenden Brand in London "neu bewertet" werde, sagte die Pressesprecherin der Stadt Wuppertal, Martina Eckermann, der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Brand im Grenfell Tower im Westen der britischen Hauptstadt vor knapp zwei Wochen kamen mindestens 79 Menschen ums Leben.

Die Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower zieht weitere Konsequenzen nach sich. Bis dahin stehen laut Behörden Ersatzwohnungen bereit. Die Menschen sollen in ihre Wohnungen zurückkehren können, sobald die Fassadendämmung entfernt ist. Die Polizei hatte das Haus am Dienstag bereits abgesperrt, Busse waren vorgefahren. Die Stadt Wuppertal erklärte am Dienstag, dass die Feuerwehr wegen einer brennbaren Fassade an einem Hochhaus etwa 70 Menschen in Sicherheit bringe. Auch in Wuppertal wird nun ein Hochhaus mit ähnlicher Fassade geräumt. Das Feuer in dem Hochhaus war nach Erkenntnissen der Ermittler durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst worden. Vermutlich seien 72 Bewohner betroffen. Der Regierung in London zufolge sind bislang alle 95 Gebäude durchgefallen, die bei stichprobenartigen Tests überprüft wurden. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden. Der Hersteller der Fassadenteile stoppte inzwischen den Verkauf des betreffenden Materials für Hochhäuser.

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