Siebenkämpferin Schäfer auf Siegkurs: Freimuth vorn

Bei der WM-Qualifikation in Ratingen kämpfen nicht nur die Sieger Carolin Schäfer und Rico Freimuth auf Weltniveau.

Zehnkämpfer Freimuth setzte sich im Rheinland mit der Jahresweltbestleistung von 8663 Punkten durch, Schäfer war im Siebenkampf (6667) eine Klasse für sich.

Der Olympia-Vierte Kazmirek konnte keine Bestleistungen erzielen, aber mit einem starken ersten Tag die Grundlage für das Erreichen des WM-Ziels legen.

Titelverteidiger Arthur Abele aus Ulm beendete den Wettkampf nach Problemen an der Achillessehne beim Hochsprung am Samstag vorzeitig. Dabei hätte er nach der ersten WM-Ausscheidung in Götzis mit 8365 Punkten, mit denen er die London-Norm von 8100 Punkten übertroffen hatte, eher Grund zur Gelassenheit gehabt. Auch Olympiastarterin Jennifer Oeser (Leverkusen) muss um die WM-Teilnahme bangen. "Ich bin sehr zufrieden, da ich vor zehn Tagen noch mit einer Bänderdehnung zu tun hatte", sagte der 26-Jährige von der LG Rhein-Wied, der vor allem seine Stärken im Hochsprung (2,07 Meter) und Stabhochsprung (5,20 Meter) ausspielte.

Absolute Nummer eins der deutschen Siebenkämpferinnen ist Carolin Schäfer.

In der Weltrangliste liegt nur noch die Belgierin Nafissatour Thiam (7013 Punkte) vor ihr. "Carolin hat eine gute Chance in London, aber es wird eine enge Kiste um die Medaillen", sagte Siebenkampf-Bundestrainer Wolfgang Kühne.

Der 29-Jährige vom SV Halle sorgte über 110 Meter Hürden in 13,87 Sekunden für die schnellste Zeit und hat nach sechs Disziplinen 5408 Punkte gesammelt. Beim abschließenden Lauf über 800 Meter ließ die gebürtige Nordhessin nichts mehr anbrennen. Als Fünfte von Götzis darf Claudia Salman-Rath (6580) auch schon für London planen.

Ihren Rücktritt hat derweil die zweimalige WM-Zweite Jennifer Oeser erklärt. Sie muss mindestens die WM-Norm von 6200 Punkten übertreffen, um das London Ticket noch zu buchen. Im Hürdensprint rannte die 33 Jahre alte Leverkusenerin nur mäßige 14,02 Sekunden.

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