Theresa May will Regierung bilden

Die Konservative Partei von May hatte bei der Parlamentswahl am Donnerstag ihre absolute Mehrheit verloren, bleibt aber stärkste Kraft.

Koalition steht Denn die nordirische Democratic Unionist Party (DUP), also die Großbritannien-treue Bewegung mit 10 Sitzen, hat bereits zugesagt, mit May eine Regierungskoalition einzugehen.

Konservative Minderheitsregierung unter nordirischer Duldung?

So würden die Tories zwar an der Macht – und May womöglich im Amt – bleiben, doch die DUP vertritt teilweise ganz andere Ansichten als die Konservativen, vor allem im Bereich der Wirtschaft und im Sozialwesen.

Die Tories kamen nach Auszählung fast aller Wahlkreise auf 317 Mandate, zwölf weniger als bisher.

Der ursprüngliche Plan der Regierungschefin, ihre absolute Mehrheit im Zuge vorgezogener Neuwahlen weiter auszubauen, ist jedenfalls nicht aufgegangen.

Das bedeutet, dass May trotz Stimmenverlusten bei der Parlamentswahl und der Kritik ihrer Parteikollegen den Posten der Premierministerin beibehalten und ein Ministerkabinett bilden wird. EU-Unterhändler Michel Barnier schrieb auf Twitter, die Austrittsgespräche "sollten beginnen, wenn das Vereinigte Königreich bereit ist". "Natürlich werden wir mit ihnen (den Konservativen) über ihren Wunsch sprechen, eine Regierung zu bilden", sagte Donaldson der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Der Austritt ist für März 2019 vorgesehen. Juncker zeigte sich nicht bereit, über eine Fristverlängerung zu reden. Was das Wahlergebnis für die anstehenden Brexit-Verhandlungen bedeutet, ist noch unklar. Die EU könne die Gespräche sofort aufnehmen: "Wir sind seit Monaten bereit zu verhandeln".

EU-Ratspräsident Donald Tusk warnt sogar von einem Scheitern der Verhandlungen. Sie wolle dem Land die dringend notwendige Stabilität geben. "Der harte Brexit wurde gestern abgewählt". "Der Exit vom harten Brexit erscheint wieder als eine mögliche Perspektive", meinte der SPD-Politiker Jo Leinen.

Erstens müsse die Strömung islamistischer Ideologie besiegt werden, die die jüngsten Anschläge in Großbritannien eine, sagte May mit Bezug auf die Attacken in Manchester und London.

In Deutschland waren die Reaktionen auf die Wahl gemischt. Erstmal müssten die Gespräche überhaupt beginnen.

So mancher will sich mit dem Ergebnis der Wahl noch nicht zufrieden geben. Die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, sagte dagegen, man wolle den Ausgang noch nicht kommentieren und die weiteren Schritte in London abwarten.

Umfragen zufolge könnte die Konservative ihr Ziel einer komfortablen Mehrheit im britischen Parlament verfehlen. "Ich glaube, dass da jetzt eine große Dynamik reinkommt". "Das Land braucht mehr als jemals zuvor Sicherheit". Der 68-Jährige forderte May auf, nach der Schlappe zurückzutreten. Allerdings büßten die wichtigsten Aktienindizes einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge im frühen Handel wieder ein.

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