Tuchel-Nachfolger Wechsel des Ajax-Trainers Bosz zum BVB ist wohl perfekt

Borussia Dortmund ist auf der Suche nach einem Nachfolger von Thomas Tuchel fündig geworden. Will der Trainer seinen Stil nicht deutlich verändern, wird es auch wichtig, was für ein Stürmertyp im Falle des kolportierten Abgangs von Pierre-Emerick Aubameyang verpflichtet wird.

Manchmal plaudert Peter Bosz mit seiner Nichte über Vanilleeis. Wie wird sich der BVB unter der Regie von Bosz aufstellen? Welchen Einfluss hat er auf das Personal? Beim Europa-League-Finalisten soll hingegen ein Deutscher als heißester Kandidat für die Nachfolge von Bosz gelten. "Wir müssen den Ball in dieser Zeit zurückerobern". "Pep hatte in Barcelona beim Gegenpressing die Drei-Sekunden-Regel". Das kommt dem Pressing-Fußball von Klopp nahe.

Der BVB und Bosz, das könnte passen.

Nach dem anhaltenden Rosenkrieg mit Tuchel sehnt sich der BVB nach mehr Ruhe. Als pflegeleicht gilt jedoch auch der Niederländer nicht. Angeblich war er schon damals vom Ajax-Team der 90er Jahre fasziniert, mehrfach fuhr er von Rotterdam nach Amsterdam, um das Training von Louis van Gaal zu beobachten; er entwickelte seine Philosophie auf der Basis vieler Zeitungsartikel über sein Idol Johan Cruyff. Und doch sieht die BVB-Spitze in ihm einen Teamplayer.

Dazu äußerten sich die Verantwortlichen am Dienstag freilich nicht, nur so viel betonte Zorc: "Peter hat Bereitschaft gezeigt, sich komplett auf den BVB einzulassen". Die "richtigen Ziele"? Will Bosz im Detail noch mit Watzke und Zorc besprechen.

Dembélé äußerte sich auch zu den Wechselgerüchten um Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang, der unter anderem vom französischen Pokalsieger Paris St. Germain umworben wird. Demnach habe Bosz das Angebot aus Dortmund ursprünglich nicht annehmen wollen.

SAISONZIELE: Der Frage nach einem Saisonziel ging Bosz bei seiner Vorstellung am Dienstag bewusst aus dem Weg. "Ich habe mich ganz bewusst für den BVB entschieden, weil es diesem großen Klub immer wieder gelingt, junge Spieler ins Profiteam zu integrieren und sie auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln", wird Zagadou am Montag in einer BVB-Mitteilung zitiert.

Dennoch ist es nicht schwer zu prognostizieren, was von ihm erwartet wird. Er fing bei kleineren niederländischen Vereinen an, später schaffte er mit dem Mittelklasseteam Vitesse Arnheim die Qualifikation für die Europa League, wobei er nicht von seinem anspruchsvollen Fußballstil abwich.

Er setzt gerne auf ein 4-3-3 und hielt damit in Amsterdam einen Punkteschnitt von 2,13 Zählern in 56 Partien.

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