U21-Star Gnabry überzeugt und zum EM-Start

KRAKAU (sid/BZ). Von null direkt auf hundert: Die deutsche U21 ist heiß auf den EM-Start, darf sich aber schon am Sonntag gegen Tschechien keinen Patzer erlauben. Bei der U21-EM in Polen wollen Max Meyer, Serge Gnabry und Co. den Titel-Coup von 2009 wiederholen und ihr eigenes Stück Geschichte schreiben.

Doch Trainer Stefan Kuntz (54) war mit dem Auftritt nicht ganz zufrieden: "Wir waren sehr nervös am Anfang, sind die ersten 20 Minuten eigentlich überhaupt nicht ins Spiel gekommen".

Denn: Weil an der Endrunde erstmals zwölf Teams teilnehmen, erreichen nur die drei Gruppensieger und der beste Zweite das Halbfinale.

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Für die deutsche U21-Nationalmannschaft zählt im Auftaktspiel gegen Tschechien nur ein Sieg.

"Wir haben mit dem Team besprochen, was wir eine Idee anders machen müssen als gegen Tschechien", sagte Kuntz, der mit der Leistung beim 2:0 nicht zu 100 Prozent zufrieden war. "Das war der erste Schritt, aber wir haben erst ein Drittel geschafft".

Minute vergab Davie Selke die Chance auf einen weiteren Treffer mit einem verschossenen Handelfmeter. Der Youngster spiele zudem eine gute Rolle in der Mannschaft. In Polen ist der Druck für die deutsche Mannschaft demnach enorm, geht es doch in den kommenden zwei Wochen um den wichtigsten Titel im europäischen Nachwuchsfußball.

Das große Ziel der deutschen U21 ist der erste EM-Titel seit 2009, als Manuel Neuer, Mats Hummels und Co. triumphierten. Aus Sicht von Philipp kommt es für die deutsche U21 zum Auftakt und in den Gruppenspielen gegen Dänemark (21. Juni) und Italien (24. Juni) neben fußballerischer Klasse vor allem auf den Teamgeist an.

Im zweiten Durchgang hatte Gnabry erneut die erste große Chance - und blieb diesmal eiskalt. Aber auch die Tschechen versteckten sich angetrieben von ihren zahlreichen Fans nicht, störten früh und spielten ihrerseits mutig nach vorn.

So wie auch Abwehrchef Niklas Stark (22), dessen Einsatz wegen einer Rippenprellung nicht sicher ist: "Wir müssen uns definitiv noch steigern, am Ende haben wir es gegen Tschechien sogar noch unnötig spannend gemacht". Gnabry, neben Meyer, Kapitän Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt einer von vier Profis mit A-Länderspiel-Erfahrung, sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr.

Kurz vor der Pause gelang dem Kuntz-Team dann aber doch noch die verdiente Führung.

Mittelfeldspieler Meyer hatte zuletzt unter einer Sommergrippe gelitten, Abwehrspieler Stark an den Folgen einer Ermüdungsreaktion im rechten Fuß.

Mit den Tschechen um ihren Top-Torjäger Patrick Schick wartet auf die DFB-Auswahl gleich zum Auftakt in der Gruppe C eine Mannschaft mit "spielerischer Klasse", wie Selke sagt.

Kritik gab es nach der Partie auch an Torhüter Julian Pollersbeck, der einige Unsicherheiten zeigte. Der spektakulärste deutsche Spieler ließ sich danach nicht mehr bitten und vollstreckte zum 2:0.

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