Zeuge beschuldigt 29-Jährigen im Prozess um

Hildesheim - Wer tötete die Prostituierte Erika P. (†40)?

Gerichtsprozesse gehören in Deutschland zur Tagesordnung: Bei verschiedensten Delikten wie Diebstahl, Körperverletzung, Betrug bis hin zum Mord gilt es, Recht zu sprechen. Seit gut einem Monat läuft der Prozess gegen einen 45 Jahre alten Ingenieur. Der 41-Jährige sagte am Montag aus, sein Bekannter habe die Prostituierte getötet.

Weiter sagte er aus, er habe im Auto auf dem Parkplatz gewartet und dann die Tat beobachtet. "Martin stand mit dem Fuß auf der Kehle der Frau". "Zu dem Tatvorwurf kann ich nichts sagen, das war ich nicht, da habe ich nichts mit zu tun", sagte er vor Gericht. Jedoch wurden DNA-Spuren von ihm unter den Fingernägeln der getöteten Prostituierten gefunden. Die Polizei vernahm mehrere Freier als Zeugen. Er warf seinem Bekannten vor, zu lügen. Er sitzt in dem Verfahren auf der Anklagebank, hatte aber immer wieder seine Unschuld betont.

Ein Unbekannter hatte am 4. November 2016 an der Bundesstraße zwischen Hildesheim und Peine eine 40 Jahre alte Prostituierte in ihrem Wohnwagen erwürgt.

Der bisherige Angeklagte hatte zugegeben, die Prostituierte aufgesucht zu haben, die Tat aber bestritten. Später habe er sein Portemonnaie vermisst und sei Richtung Wohnwagen zurückgekehrt, um die Geldbörse zu suchen. Die Ermittler sahen jedoch Widersprüche in der Aussage des Mannes, zudem offenbarte er aus ihrer Sicht vermeintliches Täterwissen. Erst, wenn er freigesprochen werden sollte, könnte es einen Prozess gegen den 29-Jährigen geben.

Bis zum vergangenen Prozesstag hatte die Staatsanwaltschaft noch vermutet, dass der Täter ein 45-jähriger Ingenieur sei.

Ende Mai begann der Prozess wegen Totschlags.

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