Zweites Gijon? Slowakei sauer auf DFB-Team

Nach dem Aus der Slowakei bei der U21-EM durch die umstrittene 0:1-Niederlage von Deutschland gegen Italien samt "Nichtangriffspakt" in der Schlussphase hat der slowakische Regierungschef Robert Fico einen offenen Brief an UEFA-Präsident Aleksander Čeferin geschickt.

Durch den knappen 1:0-Erfolg von Italien hatten die Sieger und auch Deutschland bei der U21-Europameisterschaft das Halbfinale erreicht. Seine Mannschaft wäre als bester Gruppenzweiter sensationell ins Halbfinale eingezogen, wenn Italien noch ein Tor geschossen hätte. "Das, was die Deutschen und Italiener vorgeführt haben, war eine große Schande".

Dass Hapal, von 1992 bis 1995 Profi bei Bayer Leverkusen, enttäuscht war, ist nachvollziehbar. "Es ist kein Fair Play, auf ein 0:1 zu spielen.", sagte er mit Tränen in den Augen und forderte Konsequenzen: "Jemand sollte etwas unternehmen, auch wenn es ein so großes Land wie Deutschland betrifft".

Zuviel für Slowaken-Trainer Pavel Hapal (47), der am späten Abend seinem Ärger Luft machte.

Doch Hapal wartete vergeblich auf einen Treffer. Horst Hrubesch hatte 1982 beim WM-Spiel gegen Österreich früh das einzige Tor gegen Österreich geschossen. 1:0.

DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch wehrt sich gegen die Vorwürfe Hapals. "Dass man versucht, sicher zu spielen, ist glaube ich in den letzten fünf, sechs Minuten ganz normal", so sein Kommentar. Tatsächlich gab es ganz am Ende nicht zu überhörende Pfiffe. Sowohl Deutschland als auch Italien reichte das Ergebnis, weil im Parallelspiel Dänemark gegen Tschechien gewann. Die slowakischen Gazetten reagierten dennoch mit Empörung. Die Zeitung Plus Jeden Den schrieb von der "Großen Fußball-Schande".

Anders als vor 35 Jahren in Gijon war in Krakau vor Anpfiff nicht klar, ob ein 0:1 beiden Team reichen würde. Diese verpassten so nämlich die Habfinals, Deutschland und Italien kamen beide weiter.

Er wolle nun keine Spiele der EM mehr sehen, sagte Hapal schließlich. "Ich würde mich freuen, wenn England und Spanien in den Final kämen".

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