D: Müller und Gänswein bei Kardinal Meisners Beerdigung

Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki wird die um 10 Uhr beginnenden Exequien seines Vorgängers leiten. Ebenso berichten sie am Samstag live über die Messfeier und die Beisetzung Meisners im Kölner Dom.

Weiter haben der Prager Kardinal Dominik Duka, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der Münchner Kardinal Friedrich Wetter, der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Alterzbischof Robert Zollitsch, der rheinische evangelische Präses Manfred Rekowski und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ihre Teilnahme angekündigt.

Köln. Der verstorbene Kölner Kardinal Joachim Meisner wird zusammen mit Kopien der Urkunden seiner Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe beerdigt.

Diese Urkunden habe er Zeit seines Lebens in einem Kästchen aufbewahrt, das er "seine Bundeslade" genannt und von der er häufig erzählt habe, teilte das Erzbistum am Mittwoch mit.

Der Alt-Erzbischof ist bereits im violetten Messgewand in einen schlichten Sarg aus Eiche gelegt worden. Das hölzerne Brustkreuz habe er selbst ausgesucht.

EWTN und das Domradio übertragen die Totenvesper für Meisner am Freitag ab 18.00 Uhr aus der Kirche Sankt Gereon, wo sein Sarg aufgebahrt ist. Der Leichenwagen soll von Maltesern, Grabesrittern und Mitarbeitern der Dombauhütte begleitet werden.

Hinter dem Wagen geht Meisners letzter Sekretär und hält den Bischofsstab mit der Krümmung nach unten zum Zeichen dafür, dass der Kardinal gestorben ist. Die Feierlichkeiten werden unter anderem live im Domradio übertragen. Er stand der Erzdiözese von 1989 bis 2014 vor. Zuvor war er neun Jahre Oberhirte des geteilten Bistums Berlin. Kardinal Joachim Meisner war ein großer Verehrer von Mindszenty, der in Esztergom beigesetzt ist. Nun ist eine der streitbarsten Persönlichkeiten der Kirche in Deutschland gestorben.

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