DFB Frauen starten mit 0:0 gegen Schweden in die EM

Deutschland und Schweden boten vor rund 10.000 Zuschauern in der Neuauflage des Olympiafinales von Rio de Janeiro, das die DFB-Auswahl vor elf Monaten mit 2:1 gewonnen hatte, eine über weite Strecken wenig berauschende Darbietung ohne Höhepunkte.

Das deutsche Frauen-Nationalteam ist nicht nach Wunsch in die EM in den Niederlanden gestartet. "Dennoch können wir auf die Leistungen aufbauen", sagte Jones nach dem Spiel in der ARD.

"Es war ein hart umkämpftes, sehr ausgeglichenes Spiel", erklärte Mandy Islacker. Trainerin Jones meinte: "In der zweiten Hälfte haben wir gute Lösungen gefunden gegen eine kompakte schwedische Abwehr, aber leider nicht den richtigen Abschluss gefunden". Die Schwedinnen zogen in den letzten Jahren ja stets den Kürzeren, wenn es in wichtigen Spielen gegen Deutschland ging.

Im Vergleich zur Generalprobe gegen Brasilien knapp zwei Wochen zuvor (3:1) veränderte Jones ihre Anfangsformation im 4-4-2 mit Mittelfeldraute auf zwei Positionen.

Trainerin Steffi Jones | Bild dpa-Bildfunk

In der zweiten Halbzeit kam Deutschland immerhin besser in die Partie. Anja Mittag und Josephine Henning rückten für Hasret Kayikci und Linda Dallmann in die Startelf. Maier), Peter, Henning, Simon - Demann - Magull, Däbritz - Maroszan - Huth (39. Nach flottem Beginn war der Respekt beider Teams beim 0:0 voreinander zu groß. Zwar erkämpfte sich die Mannschaft von Trainerin Pia Sundhage in der Anfangsphase einen leichten Vorteil, aber wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor von Almuth Schult nicht. Zudem ist die EM-Bilanz gegen Schweden makellos: fünf Spiele, fünf Siege.

Die Stürmerin von Turbine Potsdam wurde von Steffi Jones vorsichtshalber wegen Problemen am linken Oberschenkel kurz vor der Pause ausgewechselt.

Nachdem Schweden mit schnellen Angriffen früh Druck ausübte, kamen die Deutschen in der 9. Minute erstmals zu einer Chance. Die Russinnen bezwangen am Montag in der Gruppe B etwas überraschend Italien mit 2:1. Jones' Assistent Markus Högner, ehemaliger Bundesliga-Coach der SGS Essen und für die Gegner-Analysen zuständig, bezeichnet die Schwedinnen als Mannschaft mit "unglaublich viel Erfahrung". Schwedens Defensive hielt stand, nach vorn aber setzten die Skandinavierinnen kaum noch eigene Akzente.

Die für sie eingewechselte Mandy Islacker fand allerdings die besten Chancen vor, verschoss zunächst knapp (65.) und scheiterte dann an Torfrau Hedvig Lindahl (83.). Auf der Gegenseite parierte DFB-Keeperin Schult einen Schuss von Stina Blackstenius (71.). In bisher 26 Begegnungen hatte es noch nie ein Unentschieden gegeben - am Montagabend war es das erste Mal soweit: Die beiden Dauerrivalen trennten sich 0:0.

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