Wimbledon: Federer gegen Cilic im Finale

"Unglaublich, einfach unglaublich", sagte Cilic, nachdem er seinen zweiten Matchball verwandelt hatte: "Es war nicht leicht, Sam hat zu Beginn sehr gut aufgeschlagen".

Den ersten Satz hatte Marin Cilic noch verloren, dann drehte er aber auf.

Das kann nur Federer: Der Maestro packt einen Backhand-Halbvolley Passierball der absoluten Sonderklasse aus. Berdych führte 3:2 und erarbeitete sich zwei Breakbälle. Gegen Jo-Wilfried Tsonga in der dritten Runde, Kevin Anderson im Achtel- und Titelverteidiger Andy Murray im Viertelfinale hatte sich Querrey jeweils nach fünf umkämpften Sätzen durchgesetzt. Beim Stand von 15:40 reihte Federer jedoch drei Asse und einen Aufschlagwinner aneinander. Der frühere US-Open-Champion aus Kroatien setzte sich im Halbfinale nach 2.56' gegen den Amerikaner Sam Querrey (28) 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 durch und trifft am Sonntag (15 Uhr Luxemburger Zeit) auf Roger Federer (CH/5) oder Tomas Berdych (CZE/15).

2014 hatte Cilic, der im Viertelfinale Gilles Muller (26) bezwungen hatte, überraschend bei den US Open in New York triumphiert, es war sein mit Abstand größter Erfolg. Auch im letzten Jahr musste er in Wimbledon gegen Cilic lange unten durch. Als Rückschläger kam er zu deutlich mehr Chancen als sein Gegenüber, der aber zwei seiner drei Breakchancen nützte und dadurch auch im dritten und vierten Satz seine Chancen hatte.

Mit seinem vierten Break entschied Cilic nach knapp drei Stunden auch das fünfte Duell gegen den Amerikaner. Cilic könnte zum zweiten kroatischen Wimbledonsieger nach Goran Ivanisevic (2001) werden. Von sieben Vergleichen mit Cilic hat Federer bislang sechs gewonnen.

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