Kaugummi-Schnelltest für Entzündungen im Mund entwickelt

Dabei reagiere er besser als bislang genutzte Farbstreifen und schneller als Tests mit Stäbchen, die erst im Labor analysiert werden müssten.

Doch wie funktioniert der Kaugummi-Schnelltest?

Um Bakterien zu entlarven, versahen die Forscher den Kaugummi mit einem speziellen Inhaltstoff, der mit bestimmten Entzündungs-Enzymen reagiert.

Wissenschaftler von den Universitäten Düsseldorf, Berlin, Jena und Würzburg haben sich zusammengeschlossen und einen Kaugummi-Schnelltest entwickelt. Die Wissenschaftler haben ihre Neuentwicklung in dem renommierten Fachmagazin "Nature Communications" vorgestellt.

"Jeder kann dieses neue diagnostische System überall und jederzeit und ohne technisches Equipment einsetzen", sagt Professor Lorenz Meinel, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Universität Würzburg.

Sechs und fünfzehn Prozent der Patienten mit Zahnimplantaten klagen über Probleme: Entzündungen im Mund können im schlimmsten Fall das weiche Gewebe und den Knochen rund um das Implantat zerstören. Diese kann man gegebenenfalls mit Butter bestreichen. Beim Besteck gilt die Reihenfolge: von außen nach innen. Der Wunsch "Gesundheit" darf geäußert werden, wenn er nicht noch zusätzlich stört - weil beispielsweise eine Rede gehalten wird.

Ist ein Zahn kaputt, entscheiden sich heute viele Patienten für ein Implantat. Mit Hilfe des entwickelten Kaugummis können die Entzündung schon frühzeitig entdeckt und schwere Folgeschäden verhindert werden.

Menschen mit natürlichen Zähnen werden durch Schmerzen und Schwellungen darauf aufmerksam, dass in ihrem Mund etwas nicht stimmt.

Um das Kaugummi auf den Markt bringen zu können, plant Meinels Team die Gründung einer Firma.

Frank Schwarz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, bezeichnet den Kaugummi als innovatives Verfahren. Seiner Meinung nach hat das Team um Meinel noch nicht den idealen Marker für eine beginnende Entzündung als Grundlage für die Wirkung des Kaugummis genommen, weil der gewählte auch bei Heilung freigesetzt werde.

Nach passenden Markern suche die Zahnmedizin seit Jahren intensiv, sagt Schwarz. "Wenn es gelänge, spezifische Marker von Entzündungsprozessen frühzeitig beim Kauen eines Kaugummis nachzuweisen, wäre dies sicherlich ein Vorteil für Patienten und Zahnärzte", so Schwarz weiter.

Hepatitis C: Von einer Infektion mit Hepatitis C bemerkt der Betroffene zunächst nichts. "Es gibt ihn, aber er wurde noch nie am Menschen getestet", so Meinel. Stattdessen benutzte das Pharmazie-Team der Uni Würzburg für erste Tests nur den Speichel von gesunden und erkrankten Patienten der Zahnklinik in Rimini. Das sei nun der nächste Schritt. Dann aber könnte der Kaugummi schon in den nächsten zwei bis drei Jahren von Patienten und Zahnärzten genutzt werden, hofft er.

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