Nasenspray für Grippeimpfung nicht besser

Die STIKO ist ein unabhängiges Expertengremium, dessen Tätigkeit von der Geschäftsstelle im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts koordiniert und beispielsweise durch systematische Analysen der Fachliteratur unterstützt wird. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Impfungen gegen Hepatitis A und B, Grippe und Tetanus.

BERLIN. Jeden Sommer veröffentlicht das RKI die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Beide Impfstoffe werden nun gleichermaßen für diese Altersgruppe empfohlen. Wie das "Ärzteblatt" berichtet, wurde dieser Hinweis nun endgültig zurückgezogen, da in den letzten Jahren keine Überlegenheit dieses Impfstoffs zu den inaktivierten Impfstoffen nachgewiesen worden sei. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden genannt.

Die Stiko betont in den Neuerungen, dass sich die Ansteckungsgefahr für Hepatitis A und B nicht auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt.

Das ist neu: Bei der Grippeimpfung hatte die STIKO bereits zur Saison 2016/17 ihre Empfehlung vorläufig ausgesetzt, Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt mit dem über die Nase zu verabreichenden Lebendimpfstoff zu impfen. Eine vorübergehende Regelung vom vergangenen Jahr wird damit nun eine dauerhafte Empfehlung.

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, den sogenannten Wundstarrkrampf, empfiehlt die Stiko bei geringfügigen, sauberen Wunden nur, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre liegen.

Die Tetanus-Impfung soll nach wie vor alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

Nach wie vor eine Absage erteilt die STIKO dem Lebendimpfstoff gegen Herpes Zoster. STIKO-Empfehlungen gelten als medizinischer Standard. Der Grund: Die Daten zu Wirksamkeit, Schutzdauer und Sicherheit des Impfstoffs haben das Gremium nicht überzeugt. Eine mathematische Modellierung der zu erwartenden epidemiologischen Effekte bekräftigt die Entscheidung. Denn gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, die den Grippeschutz besonders nötig haben, wirkt die Grippeimpfung häufig nur eingeschränkt. Für betroffene Patienten erarbeitet das Gremium momentan Anwendungshinweise für Impfungen.

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