Dänischer Prinz Henrik ist an Demenz erkrankt

Prinz Henrik hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit seinem Titel als Prinz nicht glücklich war, sondern gern König gewesen wäre. Öffentlich hatte er über seine Frau, Königin Margrethe, geschimpft und angekündigt, dass er nicht neben ihr bestattet werden wolle. In einem Interview beklagte er sich, seine Frau respektiere ihn nicht so, wie es in einer Ehe üblich sei.

"Sie macht aus mir einen Narren", polterte der 83-Jährige.

Der Hof gab am Mittwochnachmittag bekannt: "Nach einer langen Untersuchung im Spätsommer mit einem Team von Spezialisten im Rigshospitalet steht jetzt fest, dass Seine Hoheit Prinz Henrik an Demenz leidet", heißt es in der Pressemitteilung. Die Symptome der Erkrankung könnten sein Verhalten, seine Urteilskraft und seine Gefühle künftig beeinflussen, hieß es weiter. Abschließend ist zu lesen: "Die Königin und die königliche Familie haben den Wunsch, dass der Prinz in Zukunft die Ruhe bekomme, die die Situation verlangt". Bis auf Weiteres werde er seine Aktivitäten einschränken.

Margrethe und Henrik sind seit 50 Jahren miteinander verheiratet. Mit den Jahren verdiente er sich aber den Respekt seiner neuen Landsleute. Dort hatte Bildhauer Bjørn Nørgaard sogar bereits einen Sarkophag für die beiden gefertigt.

"Wenn sie will, dass wir zusammen begraben werden, muss sie mich zum Königinnengemahl machen". Auch dass er durch seine Rolle am Hof nur die Nummer Drei hinter der Königin und seinem Sohn Kronprinz Frederik ist, ging dem Prinzen gewaltig gegen den Strich. "Fertig", sagte Henrik - fast trotzig - später der Zeitung "Se og Hør".

Die Verwunderung über jüngste Äußerungen von Prinz Henrik von Dänemark war groß. Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt.

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