Diskriminiert "Dance Dance Dance" geistig Behinderte?

Dabei handelte es sich laut Dombrowski um eine Frau mit Down-Syndrom und ihre beiden Begleiterinnen.

Ich war gestern bei einer Aufzeichnung der neuen Staffel "Dance Dance Dance". Auf Nachfrage, wieso sich die nette Dame mit dem Down-Syndrom umsetzen musste, wurden wir nur mit einem ‚Sowas möchte man nicht im Fernsehen sehen. Wir sprachen mit dem Sender über die schweren Diskriminierungsvorwürfe. Eine Frau beschuldigt den Sender, Zuschauer mit Behinderung schlecht behandelt zu haben. Sie fragt: "So liebes RTL, wo gibt es hier Gleichberechtigung, Integration, Menschenwürde?" "Und wo liebt hier RTL ‚anders' zu sein?"

Tausende User stimmen ihr zu.

Bis heute wurde das Posting bereits mehr als 9000 Mal geteilt. Schließlich sind es heftige Vorwürfe, die sie gegen den Privatsender erhebt.

Wurden bei RTL Menschen mit Handicap diskriminiert?

Zunächst reagiert RTL auf Facebook. Gegenüber Quotenmeter.de erklärte sie: „Niemand bei RTL oder auch im Auftrag von RTL darf andere Menschen auf die beschriebene oder andere Art diskriminieren. "Sollte tatsächlich so eine Aussage von einer Mitarbeiterin der Produktion oder Ticketing-Firma gefallen sein, ist das für uns völlig inakzeptabel. Niemand", stellte der Sender klar, betonte aber zugleich, keinerlei Einfluss auf die Platzvergabe im Studio zu haben, weil diese von Ticketingfirmen im Auftrag der Produktionsfirmen durchgeführt würden, in diesem Fall also im Auftrag von Talpa Germany. Niemand! Wir danken deshalb für den Hinweis und sind dabei, den Vorfall zu klären.

Der Angelegenheit wolle man unverzüglich nachgehen: "Wir sind aktuell im Austausch mit der Produktionsfirma und dem Ticketingservice, die für die Platzvergabe verantwortlich sind".

Köln - Während der Tanzshow "Dance Dance Dance" soll es passiert sein.

Das Tanzbein wird wieder geschwungen. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe, von der die betroffenen Zuschauer betreut werden, bestätigt weitestgehend die Schilderungen der RTL-Sprecherin.

"Alle drei Parteien, vor allem aber auch die betroffenen Gäste, schildern den Vorgang übereinstimmend: Zwei behinderte Studiogäste sind mit einer Betreuerin der Lebenshilfe Euskirchen gebeten worden, sich umzusetzen auf Plätze, von denen der Notausgang im Fall aller Fälle leichter und schneller erreichbar ist".

Inzwischen scheinen sich die Wogen aber geglättet zu haben. "Die neuen Plätze waren laut Beschreibung der Betreuerin besser als vorher, weil dicht dran an der Bühne - nah genug, um etwa auch noch Autogrammkarten zu bekommen", so Eickmeyer weiter. Bei den Produktionsarbeiten am Wochenende ist es nach Angaben einer Zuschauerin im Publikum zu einem, wie sie es darstellt, ungeheuerlichen Vorfall gekommen. Mehrfach während der AZ wurde seitens der Produktion nachgefragt und sich versichert, ob alles OK sei. Kurz vor Ende der Aufzeichnung seien die Gäste aus dem Studio begleitet worden - auf eigenen Wunsch. Von jeglichen Diskriminierungsvorwürfen distanziert man sich bei RTL auf's Schärfste. Darüber hinaus: Sollte sich herausstellen, dass ein Mitarbeiter sich diskriminierend zu den Gästen geäußert hat, wird er/sie nicht mehr für RTL arbeiten. "Wer unser Programm verfolgt, kann die Vielfalt der Sendungen, aber auch der Protagonisten täglich sehen".

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