Drogenplantage im "Horror-Haus" ausgehoben

Höxter - Das Horror-Haus von Höxter-Bosseborn wurde in den letzten 6 Monaten als Drogen-Plantage betrieben! Die weiteren drei Bandenmitglieder wurden wohl als Fahrer beziehungsweise Helfer mit unterschiedlichen Aufgaben beauftragt. Das fand die Polizei Bielefeld heraus. Beamte hätten bei einer Razzia in Bosseborn, einem kleinen Ort, der zur nordrhein-westfälischen Stadt Höxter gehört, eine Cannabisplantage entdeckt.

Doch schnell wird klar: Es ist nicht irgendein Gebäude, das die Polizei gestürmt hat, sondern das sogenannte "Horrorhaus von Höxter".

Höxter. Das so genannte "Horrorhaus" von Höxter, in dem Frauen jahrelang misshandelt worden sein sollen, ist in jüngster Zeit für eine Drogenplantage genutzt worden. Strittig ist, wer von beiden die treibende Kraft hinter den Verbrechen war und wen in welchem Ausmaß Schuld am Tod der beiden Frauen trifft.

► Das Haus erlangte 2016 traurige Berühmtheit. Angelika W. hatte ihr einen Brief geschrieben und darin die Misshandlungen geschildert. mehr. Medienberichten zufolge wurde das Haus Anfang des Jahres verkauft. Gegenüber mehreren Medien gab der Mann an, das Haus sanieren und vermieten oder selbst beziehen zu wollen. Auch der neue Besitzer war involviert, da er sich ersten Ermittlungen zufolge sowohl um für die Pflanzenzucht nötige Umbauten als auch um eine Frau kümmerte, die extra in dem Haus untergebracht war, um die Plantage zu betreuen. Mehr als 1000 Cannabispflanzen seien sichergestellt worden. Gegen die Festgenommenen solle Haftbefehl wegen des bandenmäßigen Handelstreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beantragt werden. Die Ermittlungen des Kommissariats für Organisierte Kriminalität hatten ergeben, dass ein 42-jähriger Türke aus den Niederlanden vermutlich der Kopf der Bande ist.

Seine rechte Hand scheint ein Türke (43) aus Krefeld zu sein. Die übrigen festgenommenen Frauen sind durch die Haupttäter zu der Plantage gebracht worden und dienten als Erntehelferinnen vor Ort.

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