Gefährliche Keime in Puten- und Hähnchenfleisch festgestellt

In Hühner- und Putenfleisch aus dem Supermarkt sind immer noch häufig antibiotikaresistente Keime. Bei Putenfleisch sind es 178 von 459 Proben. Diese Mittel sind eigentlich für Menschen gedacht, bei denen herkömmliche Antibiotika aufgrund von Resistenzen nicht mehr wirken. Entscheidend sei, den Einsatz von Antibiotika in Tierställen drastisch zu reduzieren und die Hygiene in Schlachthöfen zu verbessern. Die Angaben stammen aus dem vergangenen Jahr; für 2017 stehen derzeit noch keine Zahlen zur Verfügung. Bekommen Nutztiere Antibiotika, sterben zunächst viele potenziell krankheitserregenden Bakterien ab. Sie überleben und vermehren sich weiter.

Der BUND sieht die Gefahr, dass Reserveantibiotika über die Tiere in den menschlichen Körper gelangen und dieser resistente Keime dagegen bildet. Bei den sogenannten Fluorchinolonen, die auch in der Humanmedizin eine große Rolle spielen, sei die Abgabemenge aber noch höher als im Jahr 2011.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Naturschutzorganisation BUND sind 85 Prozent der Bundesbürger für ein Verbot von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung.

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