Holger Arppe tritt aus Partei und Fraktion aus

Nun tritt der Mecklenburger AfD-Fraktionsvize Holger Arppe kurzfristig aus Fraktion und Partei aus. Chat-Protokolle aus der Gruppe kursieren demnach innerhalb der AfD.

Insgesamt umfassen die Protokolle 12.000 Seiten.

Laut NDR habe der ehemalige Landesvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern der politischen Konkurrenz Gewalt angedroht. Auch spreche Arppe davon, Gegner "an die Wand zu stellen", "eine Grube auszuheben "und "Löschkalk obendrauf zu streuen". Er hatte im Internet Ausländer und politische Gegner übel beschimpft. Wörtlich heißt es in einem Chat aus dem Jahr 2015: "Typ würde perfekt in unsere Reihen passen". Er hasst die Linken, hat einen gut gefüllten Waffenschrank in der Garage und lebt unter dem Motto: Wenn die Linken irgendwann völlig verrückt spielen, bin ich vorbereitet."Dem Eintrag vorausgegangen war laut NDR ein Treffen auf einer Grillparty bei dem Juristen". Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt hatten am Montag das Haus von H.in der Nähe von Rostock durchsucht.

Arppe wies die Vorwürfe in dem Bericht von sich.

In einem weiteren Chat vom 12. September 2015 soll Arppe laut NDR geschrieben haben: "Ich habe jetzt eine Vision: wenn es hier in Deutschland gut läuft, werden wir am Ende so eine Art Apartheidsstaat haben wie damals in Südafrika, wo die Weißen den Rest einfach nur irgendwie in Schach hielten?" Auch das derzeitige AfD-Führungspersonal beleidigte Arppe: Spitzenkandidat Alexander Gauland sei ein "Arschloch", die stellvertretende Bundesvorsitzende Beatrix von Storch "hätte auch mal ein Mann gewesen sein können". Doch anstatt sich gegenüber beiden Medien zu äußern, wendete sich der Landtagsabgeordnete an die neurechte Wochenzeitung "Junge Freiheit"(JF). Sein Landtagsmandat will Arppe dem Vernehmen nach als fraktionsloser Abgeordneter behalten. Vertreter von SPD und CDU forderten ihn dagegen auf, es abzugeben. Die Chatprotokolle, die die Vorwürfe hervorgebracht haben sollen, seien illegal beschafft worden.

AfD-Landeschef Leif-Erik Holm bezeichnete Arppes Rücktritt als "einzig richtigen Schritt". Gegen das Urteil legte Arppe Berufung ein.

Aufgrund einer NDR Recherche hat der Vize-Fraktionschef der AfD im Schweriner Landtag, Holger Arppe, die Partei verlassen. Sie waren durch Recherchen von "taz" und NDR zutage gefördert worden.

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