Opel könnte elektrische Automarke werden

Opel werde schon bald mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Markt bringen. Der seit 1999 defizitäre Autobauer Opel gehört mit seiner britischen Schwester Vauxhall und seinem Finanzdienstleistungsgeschäft seit dem Sommer zum französischen PSA-Konzern. "Das müssen alle verstehen" sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares der "Bild am Sonntag".

Opel-Chef Michael Lohscheller betonte in dem Doppelinterview, er wolle den Autobauer schnell profitabel machen. "Ich verlange das. Das muss mir PSA nicht sagen".

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk zudem am Montag vermeldete, hat Opel die Vorbereitungen für den Bau des neuen Mokka in Eisenach bereits vor einigen Tagen unterbrochen. PSA werde dazu die Technologie beisteuern. "Im Jahr 2023 werden rund 80 Prozent unserer Modelle elektrifiziert sein", sagte Tavares. Aussagen, dass in einer kapitalistischen Marktwirtschaft Opel profitabel sein muss, um Arbeitsplätze zu schützen, sind eigentlich keine Meldung wert. Sei man besser, schneller und anpassungsfähiger als die Konkurrenz, "sind Arbeitsplätze automatisch sicher". "Wenn Opel irgendwann eine rein elektrische Automarke werden will, ist das für uns auch okay - vorausgesetzt, dass dies profitabel ist", sagte Tavares. Dabei sollen Synergien mit PSA in Höhe von jährlich 1,7 Milliarden Euro genutzt werden. Die Beschäftigten in den deutschen Werken sind über einen Tarifvertrag bis Ende 2018 vor Entlassungen sicher. "Wir haben sehr konkrete Vorstellungen, wie diese Eigenständigkeit aussehen soll, bei Design, Handling, Licht, Sitzen, Armaturen", sagte Lohscheller.

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