Apple iPhone 8 - Nachfrage "blutleer", Apple halbiert die Produktion

Apples doppelgleisige Strategie, zwei Top-Modelle gleichzeitig anzubieten, hat sich wohl nicht ausgezahlt. Der Kurs der Apple-Aktie bricht daraufhin um fast 3 Prozent ein.

Der Chef von Rogers Communication, dem größten kanadischen Mobilfunkanbieter, sagte gestern auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens, das Interesse an iPhone 8 und 8 Plus sei seit dem Marktstart im September "kraftlos".

Bedenkt man, dass das iPhone X in 55 Ländern zu haben ist, kann man sich leicht ausrechnen, dass so die Nachfrage nicht mal annähernd befriedigt wird - der Analyst rechnet mit rund 50 Millionen Vorbestellungen.

Laut einem weiteren Bericht aus Taiwan will der Konzern zum Verkaufsstart des 1000-Dollar-iPhones ferner die Produktion des iPhone 8 halbieren.

In den letzten Jahren hat sich das mit dem Anstehen für ein neues iPhone etwas gelegt und beim iPhone 8 gab es nur vereinzelt ein paar kurze Schlangen. Gerade das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus könnten sich als Enttäuschung zeigen, wenn sich die älteren Modelle besser verkaufen.

Sollte dem so sein, dann wäre dies auf jeden Fall eine deutliche Ansage, immerhin ist das iPhone 7 ein älteres Modell als das iPhone 8.

Somit befindet sich Apple ein wenig in der Bredouille.

Jun Zhang, Analyst bei Rosenblatt Securities, geht davon aus, dass Apple die nun frei gewordenen Kapazitäten für die Fertigung des iPhone X nutzen wird. Die Schwierigkeiten bei der Herstellung des Bildschirms und der 3D-Kamera wurden offenbar aus dem Weg geräumt. Wenn das iPhone X aber nicht erfolgreich sein sollte, könnte Apple aber ein größerer Misserfolg drohen. Nachdem er Anfang Oktober die erwartete Prognose für das vierte Quartal dieses Jahres bereits auf 30 bis 35 Millionen produzierte iPhone X reduzierte, geht er jetzt nur noch davon aus, dass bis Weihnachten 25 bis 30 Millionen Geräte vom Band laufen. Von anderer Seite heißt es, dass Kunden auf den Release des iPhone X warten.

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