Berlusconi drängt zu Autonomie-Referenden in allen Regionen

Vier Tage vor dem am Sonntag geplanten Autonomie-Referendum in den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien beherrscht das Thema der Ausdehnung regionaler Kompetenzen in Italien die politische Debatte.

"Wir schlagen allen italienischen Regionen ein Referendum vor".

SN/AP Roberto Maroni, der Regionalpräsident der Lombardei, und der ehemalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi machen Werbung für das Referndum.

Das Ergebnis, das für 23 Uhr erwartet wird, ist allerdings nicht bindend.

Der Ruf nach mehr Autonomie in der Lombardei und in Vene tien bringt nicht demonstrierende Massen auf die Straße. Ziel der beiden von der Rechtspartei "Lega Nord" regierten Regionen ist es, nach der Volksabstimmung Verhandlungen mit der Regierung in Rom aufzunehmen, um die regionalen Kompetenzen auszuweiten. Die Regionen wollen erreichen, dass mindestens die Hälfte ihrer Steuereinnahmen, die derzeit in die Staatskassen fließen, in der Region verbleiben. Aus Venetien fließen jährlich 19,3 Milliarden Euro nach Rom. "Die Zentralregierung soll den Regionalbehörden einen Teil der Befugnisse übergeben", forderte Berlusconi.

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