Japanische Mondsonde "Kaguya" entdeckt kilometertiefe Höhle

Gefunden hat die Mondhöhle die japanischen Sonde Kaguya, die von 2007 bis 2009 um den Mond kreiste und Daten sammelte.

Tokio - Japanische Wissenschaftler haben eine riesige Höhle auf dem Mond entdeckt. Der Fund könnte Kolonisten Schutz vor gefährlicher Strahlung und Temperaturschwankungen bieten. Im Falle eines Meteoritenhagels wären anwesende Astronauten ebenfalls geschützt.

Die Forscher haben die Daten ausgewertet und ihre Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht. Sogar Wassereis könnte in diesem gigantischen Hohlraum unter der Mondoberfläche existieren. Apollo 12 war die zweite bemannte Mondlandung im Apollo-Programm.

Die Forscher betonen, sie hätten schon seit langer Zeit unterirdische Tunnel auf dem Mond vermutet. Die Astronauten Charles Conrad, Richard Gordon, Alan Bean waren vom 19. bis 21. November 1969 auf dem Mond bzw.in dessen Umlaufbahn.

Es muss jedoch dazugesagt werden, dass die Angaben von Jaxa bisher vor allem noch auf Annahmen und Schätzungen beruhen: Da der Krater in seinem vollen Umfang (anfangs ging man nur von einer deutlich kleineren Öffnung von rund 50 mal 50 Metern aus) erst diese Woche offiziell bestätigt wurde, konnte die unter der Öffnung liegende Höhle bisher noch nicht von innen betrachtet werden. Es sei aber davon auszugehen, "dass ihre Erforschung nähere Informationen liefern wird".

Erst kürzlich eröffnete Japan, bis 2030 einen Astronauten auf den Mond schicken zu wollen. Damit würde erstmals ein Japaner außerhalb der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommen.

Auch die USA haben große Pläne bezüglich des Mondes, wie US-Vizepräsident Mike Pence Anfang des Monats bekannt gab: "Wir werden wieder amerikanische Astronauten zum Mond schicken, nicht nur, um Fußabdrücke und Flaggen zurückzulassen, sondern um die Basis zu errichten, die wir brauchen, um Amerikaner zum Mars und weiter zu schicken".

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