Ancelotti schießt mit deutlichen Worten in Richtung FC Bayern

Hörte man in den vergangenen Tagen Robert Lewandowski und Jupp Heynckes über den ehemaligen Trainer des FC Bayern München reden, so könnte man meinen, Carlo Ancelotti sei ein Amateur aus irgendeiner Provinzliga und kein Trainer von Weltformat. "Ich habe eine Art zu arbeiten, die ich nicht ändere", so der 58-Jährige in der Sendung "Domenica Sportiva" des privaten TV-Anbieters Italia 1 (gehört zur Mediengruppe von Silvio Berlusconi). "Wenn ich einen Spieler aussortiere, der dann zur Vereinsführung rennt und von ihr den Rücken gestärkt bekommt, verliert man sein Gesicht vor den anderen Spielern". Denn es sei "besser, an seinen Plänen festzuhalten und unterzugehen, als sie sich von anderen aufzwingen zu lassen".

Ancelotti weiter: "Den Bayern haben meine Methoden missfallen. Bei mir geht es um Qualität und nicht Quantität". Und weiter: "Welche Entscheidung man auch trifft, wenn der Verein dich nicht schützt, bist du tot".

Gespräche über die Nachfolge von Gian Piero Ventura gab es tatsächlich. "Ich habe mit ihnen gesprochen und gesagt, dass es mich ehrt, dass so viele Leute möchten, dass ich Nationaltrainer werde". Doch er wolle stattdessen lieber weiterhin als Klub-Coach tätig sein.

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