Atos plant Übernahme von Gemalto

Der französische IT-Dienstleister Atos will den niederländischen Chipkarten-Hersteller Gemalto übernehmen. Atos will nach eigenen Angaben vom späten Montagabend für den Anbieter von Produkten zur digitalen Sicherheit insgesamt 4,3 Milliarden Euro auf den Tisch legen - in bar wohlgemerkt.

Der Preis je Aktie liege bei 46 Euro nach einem Schlusskurs vom Vortag bei 33,89 Euro. Das französische Unternehmen hat in der Vergangenheit schon die IT-Tochter SIS von Siemens übernommen.

Mit dem Zukauf will Atos seine Expertise in den Bereichen Cybersicherheit, Internet der Dinge und Bezahlwesen ausbauen, sagte Atos-Chairman und CEO Thierry Breton in der Mitteilung.

Gemalto bezeichnete die Atos-Offerte als unerbeten. Gemalto habe die Deutsche Bank und J.P.Morgan sowie die Anwaltskanzlei Allen & Overy LLP als Berater hinzugezogen. So sei man mit der Offerte bereits am 28. November auf das Gemalto-Management zugegangen, bevor man sich nun entschieden habe, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Mit Gemalto könnte Atos sein Geschäft deutlich stärken, passen die Sicherheits- und Payment-Lösungen sowie die Lösungen für IoT und M2M-Kommunikation doch gut ins Portfolio des IT-Dienstleisters.

Der niederländische Gemalto-Konzern ist einer der führenden Hersteller von Chip- und Magnetstreifenkarten, SIM-Karten, EC- und Kreditkarten sowie Gesundheitskarten.

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