Brüssel: Eu veröffentlicht Liste der Steueroasen

Das sind Länder und Gebiete, deren Banken ein hohes Maß an Intransparenz erlauben.

EU-Währungskommissar Moscovici will rund 20 Länder auf eine so genannte "Schwarze Liste" von Steueroasen setzen. Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen", sagte der französische Minister Bruno Le Maire am Dienstag vor Journalisten. Welche Staaten auf der Liste aufgeführt sein werden, ist noch nicht bekannt. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete aus EU-Kreisen, dass sich unter anderem Südkorea, Tunesien, Panama und die chinesische Sonderwirtschaftszone Macau auf der Liste wiederfinden. Nach den Enthüllungen in den sogenannten Panama Papers sowie den Paradise Papers über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen hatte die Debatte in der EU an Fahrt gewonnen. Forderungen, auch EU-Länder in die Liste aufzunehmen, weist die EU mit Verweis auf gemeinsame Regeln bei Steuerstandards zurück.

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