Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen

Einigung bei den Brexit-Gesprächen: Die Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten am Freitagmorgen empfohlen, in die zweite Phase der Verhandlungen mit Großbritannien über die künftigen Beziehungen einzusteigen. Dies teilte am Freitagmorgen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach einem Treffen mit der britischen Regierungschefin Theresa May mit.

Bis zuletzt umstritten war dabei in der ersten Verhandlungsphase, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können.

Dank den Forschritten können die Gesprächspartner laut Juncker in die zweite Phase der Verhandlungen eintreten. Dann könnte der Startschuss für die nächste Phase der Verhandlungen fallen, in denen es um einen Freihandelsvertrag mit London gehen soll.

Die Chefin der Democratic Unionist Party (DUP), Arlene Foster (47), hatte wiederum bekannt gegeben, dass Großbritannien substanzielle Änderungen an den Vorschlägen für die EU vorgenommen habe.

Kurz vor der Ankündigung hatte der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident, Martin Selmayr, ein Bild mit weißem Rauch getwittert, während Juncker mit der britischen Premierministerin zusammensaß. Es bleibe aber noch eine Menge Arbeit. "Wir werden die EU verlassen". Knackpunkt war die Frage, wie nach dem Brexit die Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und Irland aussehen soll.

► Juncker erklärte, es habe ausreichend Fortschritt in den Verhandlungen gegeben. Dazu gehören die Grenzstreitigkeiten mit Irland, die Rechte der EU-Bürger in Grossbritannien und der Finanzverpflichtungen Grossbritanniens gegenüber der EU.

Auch was die Grenzfrage Irland/Nordirland betrifft, zeigten sich beide Seiten überzeugt, dass es "keine harte Grenze" geben werde. In tagelangen Gesprächen wurden diese Bedenken offenbar ausgeräumt. In der Übergangsphase könnte Großbritannien weiter Teil des EU-Binnenmarkts mit allen Freiheiten sein, hätte allerdings kein Stimmrecht mehr auf EU-Ebene.

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