Explosion bei Gasstation in Österreich

Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um eine zentrale Drehscheibe für die Verteilung von Erdgas in Europa. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist die Explosion der Gasstation auf technische Ursachen zurückzuführen. Bei der OMV, die Miteigentümer der Gas Connect Austria ist, will man über die möglichen Ursachen der Explosion nicht spekulieren. Die Polizei spricht von mehreren Dutzend Verletzten, die Lage sei sehr unübersichtlich. Das Landeskriminalamt nehme die Ermittlungen auf.

Die Explosion in der Gasstation hat ein Großaufgebot an Einsatzkräften gefordert.

Kurz nach der Explosion waren hohe Flammen am Himmel zu erkennen.

Ein Feuerball steht über dem kleinen Ort Baumgarten in Österreich.

Die Explosion ereignete sich um 9 Uhr morgens nahe Baumgarten an der slowakischen Grenze. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Es könne zu Einschränkungen der Gasversorgung Richtung Italien und den Ländern auf dem Balkan kommen, sagte ein Sprecher der Gasconnect. Diese Versorgung kann auf unbestimmte Zeit aufrecht erhalten werden, sagt Melik.

Die Explosion in der österreichischen Gasverteilstation Baumgarten bringt den russischen Gasexport nach Süd- und Südosteuropa empfindlich durcheinander. Auch das Wirtschaftsministerium wies auf Lagerbestände hin und erklärte, dass der Notstand in solchen Fällen automatisch ausgerufen werde. Betroffen waren unter anderem die Slowakei, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Die Gazprom-Tochter Gazprom Export teilte am Dienstag in Moskau mit, man arbeite daran, Umgehungsrouten zu finden, um Lieferengpässe zu vermeiden.

Während aus Deutschland zunächst keine Berichte über Probleme beim Gasexport vorlagen, war der Weitertransport von Österreich nach Süden und Südosten nach Angaben des Betreibers Gas Connect bis auf weiteres unterbrochen.

Die täglichen Lieferungen seien von 113,5 Millionen auf 14 Millionen Kubikmeter Gas gesunken, teilte der örtliche Transporteur Snam Rete Gas mit. "Wir werden aber über Leitungen aus dem Westen gesichert", sagte Alexandra Melik von den Wiener Netzen gegenüber Radio Wien.

Ausgabe: